400 Kilometer Rhein Motorradtour

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Rhein Panorama

Obwohl es am gestrigen Morgen mit 9 Grad recht frisch war, stand die erste größere Motorradtour an den Rhein an. Schließlich war Kaiserwetter mit bis zu 23 Grad – immerhin haben wir erst April – vorhergesagt. So etwas muss man als Biker ja ausnutzen!

Wie der geneigte Leser meines Triumph Tiger Sport Test weiß, habe ich mir für die Tigerin eine Alu-Topbox besorgt, da mir die Plastik-Topcases nicht mehr zusagen – auch wenn mehr hineingeht.

Triumph Tiger Sport 2016 mit Alu TopcaseNormalerweise habe ich – deutschen Wetterverhältnissen angepasst – immer zwei Satz Regenkombis dabei. Doch für die Rhein-Motorradtour flogen die Plastik-Überzieher raus. Da 400 Kilometer anstanden, wurde die 38-Liter System Alubox mit zwei Flaschen Wasser und etwas Obst beladen. Das wars. Schließlich musste Platz gelassen werden für Klamotten, die wir mit zunehmender Temperatur ausziehen und in das “Alu-Topcase” verfrachten wollten.

Treffpunkt war 10.30 Uhr bei Tourguide Dirk. Der fährt zwar eine “GS” aber irgendeinen Fehler hat ja jeder (duck und weg 🙂

Auch er hat eine Box hinten drauf, die sogar noch in der Höhe variabel ist. Doch hatten wir für die Motorradtour die Bikes nicht nur mit Transportboxen, sondern auch mit zwei der besten Sozia versehen (irgendwer muss schließlich Kaffee und Eis bezahlen!).

Alex und Cora sind unsere Ruhepole. Erfahrene Mitfahrerinnen, die Schrägfahrten bis an den Abriss ebenso wie Rollator-Kaffeefahrten klaglos mitmachen. Danke dafür!!

Rhein Motorradtour-Burg ReichensteinWenn man nur einen knappen Tag Zeit und einen größeren Anfahrtsweg zum Startpunkt der Tour (Bingen am Rhein) hat, bleibt zur schnellen Distanzverringerung meist nur die Dosenbahn. Doch auch das missliebige Thema “Anfahrt zur Mopedtour” war nach 1 1/2 Stunden erledigt.

Bekanntermaßen findet man am Rhein alle Meter lang eine Burg. Eine nahezu wahre Burgeninflation herrscht an diesem wunderbaren Fleckchen Deutschlands.

Ausgerechnet an einer unschönen Baustelle linkerhand gelegen “Burg Reichenstein”, die wohl Anfang des 11. Jahrhunderts gebaut wurde und in der einst neben Adeligen auch Raubritter wohnten.

Wer einmal am Rhein entlang fuhr, der kennt “Burg Pfalzgrafenstein.” Das Besondere an dieser Burg: sie liegt mitten auf dem Rhein auf einer kleinen Insel.

Burg PfalzgrafensteinSie wurde von Ludwig dem Bayern in Höhe des Ortes Kaub als Zollburg errichtet. Hier hatten die Rheinschiffer (haha) ihren Schiffszoll zu begleichen. Übrigens wurde diese außergewöhnliche Burg im oberen Mittelrheintal im Laufe der Zeit weder zerstört noch verändert.

Sie verfügt über ein Verlies und – wenn man richtig hinsieht – sieht sie vorn (Rheinaufwärts-Seite) fast aus wie ein Schiff. Das liegt an der Spitze, die wegen dauernder Beschädigungen durch Treibeis (1600) angebaut wurde.

Wer mag kann die Inselburg übrigens besichtigen. Von Kaub fährt eine kleine Fähre dorthin. Wir hatten jedoch mangels Zeit diese Möglichkeit nicht. Davon abgesehen befanden wir uns auch auf der anderen Rheinseite…

Unsere Motorradtour am Rhein führte uns weiter durch Bacharach (“von Bach bis Bacharach” – woher kenn’ ich das blos noch??), bis Höhe Loreley. Dazu muss man – denke ich – nichts mehr sagen.

Motodino Motorradtour RheintalBei Urbar bogen wir links ab und fuhren ein wenig “in die Rheinberge”. Diese Sträßchen sind wirklich einen Abstecher wert. Wenn auch – wie in unserem Fall – immer wieder ganze Ortschaften wegen Bauarbeiten für die Durchfahrt gesperrt – und so quasi von der Umwelt “abgeschnitten” werden.

Das hatte auch zur Folge, dass das Navi von Tourguide Dirk ausflippte und uns statt über kleine Kreissträsschen nach Boppard, über die A61 und die B327 nach Konstanz führte.

Doch zunächst stand – auf dem Gipfel angekommen, noch die erste Rast mit Bratwurst und einem genialen Blick aufs Rheintal und die Loreley an.

Das Cafe Maria Ruh ist ein echter Tipp. Der Ausblick “vom Gipfel” ist wirklich “aller Mühen” wert. Leider ist das Kaffee kein Geheimtipp – es war am Sonntagmittag wie zu erwarten doch recht gut besucht. Dennoch. Der Ausblick entschädigt und die Wurst schmeckt ganz gut.

Erdbeer EisbecherWie das bei Motorradtouren immer so ist – die Zeit arbeitet gegen einen. Und so war es vielleicht ganz gut, dass wir bis Koblenz, wenn auch ungewollt, Autobahn und Bundesstraße nutzten. Bei Koblenz überquerten wir dann die Rheinbrücke und fuhren – auf der anderen Seite des Rheins entlang und an Festung Ehrenbreitstein vorbei – zurück bis Kaub.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit war das Wispertal leider nicht mehr drin. Den Sonnenuntergang wollten wir im April mit dünner Bekleidung nicht unbedingt erleben.

So blieben zwar abseits des Rheins auf dem Heimweg nur wenige kleine Sträßchen unter die Räder zu nehmen, doch dafür entschädigte der dicke Eisbecker, den wir uns in Frankfurt kurz vor Ende unserer Rhein Motorradtour noch genehmigten.

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3 Kommentare

  1. Schöne Mopedtour, tolle Bilder. Hat sicher Spaß gemacht. Die Box auf der Tiger Sport sieht nicht schlecht aus. Fehlen die passenden Alukoffer.

  2. Ja Ja der Rhein, ist immer eine schöne Tour wert, einfach eine tolle Gegend dort.
    Tiger mit Alu Koffer und Alu Seitenkoffer mhhhhh dann könnte man die Tour um 400 KM verlängern …..:-)

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