Bugatti Bremssattel

Bugatti Bremssattel aus dem 3-D-Drucker

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Irgendwann kommt die Zeit – ich sage es Euch – auch wenn wir es nicht mehr erleben, da drucken wir uns unser Auto selber aus. Die Anleitung dazu gibt’s dann vom Hersteller (etwas günstiger als das fertige Fahrzeug) natürlich und los geht’s!

Bugatti hat gerade einen Bremssattel konzipiert, der mit einem 3-D-Druck hergestellt wird. Die Fahrversuche für den Serieneinsatz des 3-D-Titan-Bremssattels sollen in der ersten Hälfte dieses Jahres starten. Während für die Schichtbauweise von Fahrzeugteilen bislang hauptsächlich Aluminium verwendet wurde, wird hier Titan benutzt.

Die Bugatti-Bremse ist das weltweit größte im 3-D-Druckverfahren gefertigte Funktionsbauteil aus Titan. Gelungen ist dies in Zusammenarbeit mit dem in Hamburg ansässigen Laser Zentrum Nord, das seit Jahresbeginn zur Fraunhofer-Gesellschaft gehört.

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Es dauert insgesamt 45 Stunden, um einen Bremssattel zu drucken. In dieser Zeit wird Titanpulver Schicht für Schicht aufgetragen. Mit jeder Schicht schmelzen die vier Laser das Titanpulver der vorgegebenen Form des Bremssattels entsprechend auf.

Das Material erkaltet sofort, der Bremssattel nimmt Gestalt an. Insgesamt 2213 Schichten sind erforderlich. Nach Fertigstellung der letzten Schicht wird das verbliebene nicht aufgeschmolzene Titanpulver aus der Baukammer entfernt und in einem geschlossenen Prozess für die Wiederverwendung gereinigt und aufbewahrt.

Übrig bleibt der Bremssattel, inklusive einer Stützstruktur, die das Bauteil in Form hält, bis es eine stabilisierende Wärmebehandlung absolviert und auf diese Weise seine Endfestigkeit erreicht hat.

Warum sollte das nicht irgendwann mit kompletten Fahrzeugen gehen?! (we/ampnet/jri)(Foto: Bugatti)

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