Opel Corsa Electric Test

Opel Corsa Electric Test Fahrzeug

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Opel Corsa Electric Test – Alltag, Effizienz und kleine Schwächen

Effizienz im Fokus – aber nicht ohne Einschränkungen

Im Opel Corsa Electric Test zeigt das stärkere Modell einen WLTP-Wert von 14,2 bis 14,5 kWh. Damit liegt es spürbar unter dem bisherigen Corsa Electric, der 15,7 bis 16,2 kWh beansprucht. Die theoretische Reichweite steigt auf 429 Kilometer – ein Wert, der im Alltag zwar nicht ganz erreicht wird, aber zumindest in greifbare Nähe rückt.

An der Schnellladesäule lädt der Akku mit maximal 100 kW. Von 20 auf 80 Prozent vergehen rund 30 Minuten. Das ist solide, aber im Wettbewerbsumfeld nicht mehr herausragend.

Karosserie und Platzangebot – gewachsen, aber nicht grenzenlos

Mit 4,06 Metern Länge ist der Corsa längst aus der klassischen Vier-Meter-Klasse herausgewachsen. Der Radstand von 2,54 Metern sorgt für brauchbare Platzverhältnisse im Fond, auch für Erwachsene. Der Kofferraum fasst 267 Liter und wächst bei umgelegten Lehnen auf 1042 Liter.

Als Zugfahrzeug fällt der Corsa Electric jedoch aus – eine Anhängelast ist nicht freigegeben. Für manche Nutzer bleibt das ein relevanter Nachteil.

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Innenraum – hochwertig, aber nicht frei von Eigenheiten

Der Innenraum wirkt sorgfältig gestaltet, mit sportlich eleganter Atmosphäre und sauberer Verarbeitung. Die Sitzbezüge tragen helle Ziernähte, die Sitzposition gelingt schnell und intuitiv. Ablagen sind reichlich vorhanden.

Die Bedienung läuft überwiegend über den zentralen Touchscreen. Immerhin bleibt die Lautstärke über einen klassischen Drehregler steuerbar. Der Spurassistent lässt sich per Knopf deaktivieren – allerdings nur bis zum nächsten Neustart, was im Alltag unnötig bevormundend wirkt.

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Fahreindruck – agil, aber mit kleinen Bedienmacken

Der Antrieb wird per Startknopf aktiviert, die Fahrtrichtung über eine Wippe auf dem Mitteltunnel gewählt. Diese reagiert nicht immer eindeutig, was besonders in engen Situationen irritieren kann. Erst nach einigen Kilometern stellt sich Routine ein.

Rekuperationspaddles fehlen, verzögert wird stets mit identischem Schleppmoment. Die Bremsen sprechen harmonisch an, die Lenkung vermittelt trotz deutlicher Servounterstützung ein gutes Gefühl für die Straße.

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Fahrleistungen – überraschend lebhaft

In 8,1 Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h. Trotz eines Leergewichts von 1544 Kilogramm wirkt der Corsa Electric im Alltag flott und leichtfüßig. Überholvorgänge gelingen mühelos, und auch auf kurvigen Landstraßen zeigt das Fahrwerk eine ausgewogene Abstimmung.

Design, Qualität und Preis – Licht und Schatten

Optisch tritt der Corsa mit dem markentypischen Vizor-Gesicht klar als Opel auf. Reichweite, Ladezeiten und Materialqualität überzeugen.

Weniger erfreulich ist der Preis. Das Grundmodell startet bei 31.490 Euro und liegt damit über dem größeren Frontera Electric. Wer die Ausstattung „Ultimate“ wählt, landet bei mindestens 35.685 Euro – inklusive Matrix-LED, Navigation, zweifarbigem Lack und Lederoptik. Wertig, aber kein Schnäppchen. (we/aum)(Fotos: aum/Michael Kirchberger)

Technische Daten Opel Corsa Electric

Länge x Breite x Höhe 4,06 x 1,96 x 1,44 m
Radstand 2,54 m
Antrieb Elektromotor, FWD, Reduktionsgetriebe
Systemleistung 115 kW / 156 PS
Drehmoment 260 Nm
Höchstgeschwindigkeit 150 km/h
0–100 km/h 8,1 s
WLTP-Verbrauch 14,2 – 14,5 kWh
Testverbrauch 15,8 kWh
WLTP-Reichweite 429 km
Batteriekapazität 51 kWh (netto 49 kWh)
Ladeleistung max. 100 kW
Leergewicht / Zuladung 1544 kg / 376 kg
Kofferraum 267 – 1042 Liter
Max. Anhängelast n.a.
Basispreis 31.490 Euro
Testwagenpreis 35.685 Euro
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