Vorstellung Opel Corsa OPC

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Vorstellung Opel Corsa OPC: Großer Fahrspaß zu nicht ganz kleinem Preis

Fahrspaß in Reinkultur verspricht Opel beim ab sofort bei den Händlern verfügbaren Corsa OPC, mit dem die Rüsselsheimer ihre OPC (Opel Performance Center)-Modelpalette nach Astra, Zafira, Meriva und Vectra jetzt nach unten abgerundet haben. Und mit seinem kräftigen 1,6-Liter-Turbomotor mit 141 kW/192 PS bei einem maximalen Drehmoment von 230 Newtonmeter, das bereits bei 1980 Umdrehungen zur Verfügung steht, einem gegenüber dem Corsa Sport modifizierten noch sportiverem Fahrwerk sowie einer progressiv-variablen und sehr direkten Lenkung entpuppt sich der ausschließlich als Dreitürer zu ordernde Kleinwagen durchaus als äußerst agile Fahrmaschine, ohne trotz optischer Aufpeppung als “Knallbüchse” eingestuft zu werden.

Derartiges Vergnügen muss allerdings nicht nur an der Tankstelle, sondern bereits beim Händler entsprechend bezahlt werden. Mit einem Basispreis von 22 560 Euro ist der mit 225 km/h schnellste Corsa den es je gab, nämlich doppelt so teuer wie das Einstiegsmodell. Auch wenn die Opel-Designer sich eine gewisse Zurückhaltung auferlegten, ist der Corsa OPC von seinen Serienbrüdern sofort zu unterscheiden. Markante Front- und Heckschürzen, Seiten-Schweller, ein Dachspoiler, das mittig platzierte Dreiecks-Auspuff-Endrohr und neu gestaltete Außenspiegel lassen den Corsa OPC sportlich-dynamischer wirken. Sportlichkeit dominiert auch den Innenraum, wo jetzt OPC-typische chromeingefasste Instrumente mit roten Zeigern, das abgeflachte Leder-Sportlenkrad, Klavierlackglanz auf der Mittelkonsole und Alu-Pedale die Sonderstellung in der Corsa-Modellpalette unterstreichen.

Die neuen, in Zusammenarbeit mit Recaro entwickelten Sport-Schalensitze mit integrierten Kopfstützen und Seitenairbags sehen nicht nur gut aus, sondern bieten hervorragenden Seitenhalt. Der Nachteil der jetzt äußerst komfortabel sitzenden Fahrer und Beifahrer ist allerdings, dass im Fond möglicht nur wenn bei größeren Fahrern überhaupt Kinder genügend Beinfreiheit finden und so auch dem viersitzigen Corsa ein klassischer 2+2 wird. Geblieben ist natürlich das Gepäckabteil, das mit einem Volumen von 285 Litern zu den großzügigsten seiner Klasse gehört.

Wer sich für einen Corsa OPC entscheidet, dürfte jedoch ohnehin nicht nach den Kriterien eines Familienvaters urteilen, sondern vor allem an einem sportiv zu bewegenden, Spaß machenden und bezahlbaren Mobil interessiert sein. Und da haben die Rüsselsheimer durchaus eine Menge zu bieten. Mit einem stärkeren Profil der Torsionslenker-Hinterachse, das die Rollrate um 25 Prozent erhöht, einer neuen Feder- und Dämpfer-Abstimmung und der Tieferlegung um 15 Millimeter wurde eine Fahrwerksabstimmung erreicht, die vornehmlich auf agiles Handling ausgelegt ist, ohne die Fahrzeugkontrolle zu vernachlässigen.

So verhält sich der Fronttriebler auch bei recht flott durchfahrenden Kurven weitgehend neutral und kontrollierbar. Ist man doch einmal zu übermütig, greift das ESP rechtzeitig ein. Das man es abschalten kann ist wohl der avisierten Käufergruppe ab 25 Jahren geschuldet, aber nicht unbedingt sinnvoll. Viel zum Fahrspaß mit gelegentlicher Erinnerung an die Erlebnisse auf Go Kart-Strecken trägt die progressiv-variable Lenkung bei, die sehr direkt bis zu einem Verhältnis von 11,8:1, aber eben auch sehr effektiv arbeitet. Geht es ans Einparken, steigt das Übersetzungsverhältnis wieder an und der Corsa lässt sich leichtgängig rangieren. Nicht nur die Damen, die sich künftig für die OPC-Version entscheiden, werden das zu goutieren wissen.

Für den Vortrieb sorgt ein alter Bekannter: das 1,6-LiterTriebwerk aus dem Meriva OPC. Mit neuem Turbo und weiterem Feinschliff verfügt er jetzt aber um zwölf Pferdestärken mehr, was sich in den 7,2 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 und in der Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h ausdrückt. Für den Alltag wichtiger ist jedoch, dass das maximale Drehmoment von 230 Nm – per Bleifuß für zügige Überholvorgänge durch eine Overboost-Funktion sogar für eine kurze Zeit 260 Nm bereits zwischen 1980 und 5800 Umdrehungen zur Verfügung steht – schiere Kraft also in allen Lebenslagen. Die allerdings noch leichter genutzt werden könnte, wenn das Sechsgang-Getriebe etwas kürzer abgestuft worden wäre. Der von Opel angegebene Verbrauch von 7,9 Liter Super ist natürlich theoretischer Natur und damit auch die C02-Emission von 190 g/km. Will man aber nicht überall zeigen, welche Kraft in dem kleinen Flitzer steckt, ist ein Verbrauch von gut neun Litern jedoch durchaus machbar. Allerdings SuperPlus, so dass der Interessent nicht nur den Einstandspreis, sondern auch die laufenden Kosten vor Unterschreiben des Kaufvertrages überprüfen sollte. (autodino.de/autoreporter)(ar/hhg)

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