In zehn Jahren 16 Millionen Low-Cost-Fahrzeuge pro Jahr

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In zehn Jahren 16 Millionen Low-Cost-Fahrzeuge pro Jahr

Das Wachstum der Produktion von Low-Cost-Fahrzeugen hat gerade erst richtig begonnen und wird bis 2017 ein Volumen von mehr als 16 Millionen hergestellten Einheiten erreichen. Mit einem Produktionsanstieg von über 70 Prozent wird das Segment in den nächsten zehn Jahren deutlich schneller wachsen als die weltweite Produktion, die um knapp 30 Prozent zulegen wird. Dies ist ein Ergebnis einer Studie zum globalen Low-Cost-Markt, die das Essener Marktforschungs- und Beratungsunternehmens R. L. Polk in diesen Tagen vorlegte…

Eine starke Expansionsphase erwarten die Marktforscher bereits mittelfristig für den Zeitraum von 2008 bis 2011 In diesen Jahren werden in dem Segment der Faamilien-Fahrzeuge, die zu einem Preis von unter 10 000 Euro angeboten werden, zahlreiche neue Modelle wie zum Beispiel der Tata Nano, der VW Up! oder die neue Stufenhecklimousine von Toyota mit dem Codenamen EFC auf dem Low Cost-Markt eingeführt werden.

Der globale Low-Cost-Markt für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge verzeichnete im vergangenen Jahr einen Produktionsanstieg um neun Prozent auf 9,4 Millionen Einheiten. Somit entfielen 2007 bereits knapp vierzehn Prozent der Gesamtproduktion auf das. Der Schwerpunkt der Low Cost Produktion liegt auf den Schwellenmärkten Asiens, wo schon heute mit 4,7 Millionen Einheiten die Hälfte der Billigautos hergestellt wird. Die andere Hälfte verteilt sich mit Anteilen von zehn bis fünfzehn Prozent relativ gleichmäßig auf die Regionen Latein Amerika, Europa (ohne Russland), Russland und Japan. Obwohl sich bereits erste Exportströme abzeichnen, richtet sich die Produktion der Low-Cost-Modelle hauptsächlich nach der jeweiligen lokalen Nachfrage aus.

Schwerpunkt der Low-Cost-Produktion wird der asiatische Raum bleiben. Vor allem der Erstmotorisierungsprozess in Indien führt dazu, dass sich das Volumen produzierter Low-Cost-Modelle in Asien zukünftig auf mehr als neun Millionen Einheiten verdoppeln wird. Knapp 60 Prozent der Billigautos werden somit zukünftig allein auf dem asiatischen Kontinent (ohne Japan) hergestellt werden.
Einen weiteren Beitrag am Wachstum der Low-Cost-Produktion werden die Märkte Lateinamerika und Russland leisten. Die russische Low-Cost-Produktion wird sich bis 2018 ebenfalls verdoppeln und dann über 1,6 Millionen Einheiten erreichen.

Allerdings warnt Polk vor übertriebenen Erwartungen und weist auf bestehende Risiken hin. Vor allem in China wächst die Käuferschicht mit hohen Einkommen und gestiegenen Ansprüchen, die den Erwerb höher positionierter Modelle bevorzugt. Außerdem sind viele chinesischen Konsumenten so sprunghaft zu Reichtum gekommen, dass sich der Einstieg in die Mobilität nicht durch ein Low-Cost- Fahrzeug, sondern direkt über einen höherpreisigen Personenwagen vollzieht.

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In Russland werden die Emissions- und Sicherheitsstandards zunehmend den westlichen Normen angeglichen, und es sind eine deutlich anziehende Kaufkraft und steigende Ansprüche der russischen Konsumenten zu beobachten. Zusätzlich unterstützt durch günstige Finanzierungsmöglichkeiten, richtet sich die Nachfrage daher zukünftig weniger auf einen günstigen Einstiegspreis, sondern verstärkt auch auf höhere Ausstattungsvarianten sowie den Einsatz moderner Technologien aus.

Für die gesättigten Triademärkte existiert lediglich ein begrenztes Low-Cost-Potenzial. Strenge Emissions- und Sicherheitsstandards, die Konkurrenz durch stark ausgeprägte Gebrauchtwagenmärkte und hohe Kundenanforderungen verhindern einen Low-Cost-Boom auf den entwickelten Märkten. Die Essener Marktforscher halten den überraschenden Erfolg des Dacia Logan in Westeuropa nicht für ein beliebig oft wiederholbares Beispiel. Das bestehende Händlernetz der französischen Muttergesellschaft Renault sei Teil der Erfolgsgeschichte. Diese Konstellation lassen sich nicht in demselben Maße auf andere Anbieter übertragen. (ar/Sm)(auto-reporter.net)

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