Schämt Euch ebenfalls, ihr Hausbesitzer, ihr Fleischesser

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Schämt Euch ebenfalls, ihr Hausbesitzer, ihr Fleischesser
Kommentar: Völker, hört die Signale!

Endlich ist es heraus. Es soll dem Autofahrer peinlich sein, wenn er es wagt, sein Auto zu besteigen. Das war der Gipfel der Forderungen von Dr. Axel Friedrich, der als Leiter der Verkehrsabteilung des Umweltbundesamts in Dessau Ende Juni aus seinem Amt scheidet. Friedrich hat nicht nur in Sachen Automobil und nicht nur verbal ein scharfes Schwert geführt – manchmal zu Recht, oft zu Unrecht. Nun – am Ende seiner Dienstzeit – lässt er die Katze aus dem Sack und offenbart sein eigentliches Ziel: eine andere Gesellschaft. Völker, hört die Signale!…

Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) hatte, um Friedrich zu verabschieden, gemeinsam mit dem International Council on Clean Transportation (ICCT) und der US-amerikanischen William and Flora Hewlett Foundation in der vergangenen Woche zu einer weiteren Jagd auf die Autos als die üblichen Verdächtigen geblasen und damit mal wieder die aberwitzige Hoffnung genährt, der Mensch könne tatsächlich das Klima ändern.

Um es noch einmal zu wiederholen: Das weitaus meiste CO2 entsteht natürlich. An der CO2-Entstehung ist der Gesamtverkehr weltweit mit 0,4 Prozent beteiligt. Sollte es tatsächlich eine Chance geben, diesen Klimawandel durch veränderte Verhaltensweisen zu beeinflussen, dann steht also nicht der Verkehr oben auf der Prioritätenliste. Dann müssten sich die Energiekonzerne ebenso schämen wie ihre Abnehmer in der Industrie.

Schämt Euch ebenfalls, ihr Hausbesitzer, ihr Fleischesser, ihr Modebewussten, ihr Freunde des Flachbildschirms, des Computers, des Kaminfeuers und des Caipirinha – schämt Euch Eures Lebensstandards und Eures Wunsches nach Mobilität! Ihr passt nicht mehr in die Vorstellung unserer Öko-Fundamentalisten von der Welt der Zukunft. Macht Platz für die nächsten Generationen von Menschen in Asien, Indien und Südamerika, die in Zukunft ebenso mobil sein wollen, wie Ihr es bisher wart. Vielleicht könnt Ihr Euch sogar so demonstrativ schämen, dass die sich ein Beispiel an Euch nehmen und so die ganze Welt am deutschen Schämen genesen kann.

Früher habe ich Axel Friedrich als einen hart diskutierenden Verhandlungspartner geschätzt, mit dem es sich lohnte, die Klinge zu kreuzen. Heute machen mir Leute wie Friedrich und diejenigen, die ihn ehren, Angst. Man gut, dass man sich dagegen wehren kann. (ar/Sm) Von Peter Schwerdtmann
(auto-reporter.net)

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