Vorstellung Peugeot 308 SW

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Peugeot 308 SW. Foto: Auto-Reporter/Peugeot

Vorstellung Peugeot 308 SW

Beinahe eine Million Fahrzeuge hat Peugeot vom 307 Kombi und der siebensitzigen Variante SW abgesetzt. Mit dem 308 SW – der jetzt auch in der fünfsitzigen Kombiversion so heißt – wollen die Franzosen seit zwei Monaten den Erfolg fortsetzen. Die Preise beginnen bei 16 700 Euro. Nach wie vor sorgt das Konzept mit seiner Mischung aus Kombi-Auftritt und Van-Variabilität dafür, dass der SW eine Ausnahmeerscheinung ohne direkte Konkurrenz bleibt…

Peugeot setzt das polarisierende Design der Limousine beim Kombi fort. Die sich üppig nach außen wölbende Heckklappe und die nach innen gezogene D-Säule verleihen dem 308 SW beinahe schon barocken Charakter. Vorne dagegen tritt der Peugeot mit dem großen Markenemblem und dem riesigen Kühlergrill sowie üppigem schwarzen Stoßfänger sportlich-agressiv auf.

Der 4,50 Meter lange SW wuchs gegenüber dem Vorgänger um 7,1 Zentimeter in der Länge und bietet mit 2,71 Metern zehn Zentimeter mehr Radstand als die Limousine. Während die Einstiegsversionen Filou und Tendance über ein klassisches Stahldach und eine herkömmliche Sitzbank verfügen, bieten die Ausstattungsvarianten Sport, Sport Plus und Platinum drei Einzelsitze im Fond und die Option auf zwei zusätzliche Plätze in Reihe 3 sowie ein 1,68 Quadratmeter großes Panoramadach. Es sorgt in Verbindung mit der weit nach hinten gezogenen Frontscheibe für ein nahezu beispielloses Raumgefühl. Im Vergleich zum Vorgänger wurde das Glas noch einmal deutlich weiter heckwärts bis über die Rücksitzlehnen hinaus gestreckt. 85 Prozent aller SW-Kunden griffen bislang zu einer der drei Panoramadach-Versionen.

Peugeot 308 SW. Foto: Auto-Reporter/Peugeot

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Der Peugeot 308 SW empfängt seinen Fahrer mit einem schräg nach oben führenden Armaturenbrett, das Premium-Charakter ausströmt. Dazu zählen neben der Softtouchoberfläche unter anderem die weiß hinterlegten und chromumrandeten Rundinstrumente. Auch die Aluminiumoptik des Plastiks in der Mittelkonsole wirkt keineswegs billig. Hier fühlt man sich auf Anhieb wohl. Typisch Peugeot sind die drei mittigen Lüftungsöffnungen, von denen die mittlere als Duftspender ausgelegt ist. Fahrer und Beifahrer finden bequeme Sitze mit ausreichend Seitenhalt vor. Fondpassagiere dürfen sich (ab Sport) über drei verschiebbare Einzelsitze mit neigungsverstellbaren Lehnen und kleinen Klapptischen für die den beiden äußeren Plätzen freuen. Die Kopfstützen sind allerdings relativ kurz geraten.

Die ebenfalls klapp- und ausbaubaren Sitze 6 und 7 können einzeln dazu gekauft werden, bieten konzeptbedingt aber nur Kindern annehmbaren Platz. Viele Peugeot-Händler vermieten sie bei Bedarf aber auch. Bei voller Bestuhlung bleibt allerdings nur noch Platz für zwei, drei Einkaufstüten. Wer mit fünf Plätzen auskommt, hat verschiedene Sitzkonfiguration zur Auswahl. So kann beispielsweise einer der hinteren Sitze auch wahlweise in die dritte Reihe gesteckt und die beiden anderen näher nach innen verrückt werden. Eine Stufe über der Hinterachse, die auch der Aufnahme der Zusatzsitze dient, verhindert leider bei umgeklappter oder ausgebauter Rückbank eine topfebene Ladefläche. Die bietet sich aber, wenn die Lehnen aller fünf hinteren Sitze umgelegt werden. Wer noch mehr Platz benötigt kann wahlweise eine umklappbare Beifahrersitzlehne bestellen, die die Mitnahme von bis zu 3,10 Meter langen Gegenständen erlaubt.

Peugeot 308 SW. Foto: Auto-Reporter/Peugeot

Peugeot rechnet damit, dass der 308 SW Sport das gefragteste Modell sein wird. 40 Prozent dürften dabei auf den HDi 110 mit 80 kW / 109 PS und Partikelfilter (FAP) zurückgreifen und treffen damit eine gute Wahl. Der 1,6-Liter-Diesel leistet sich keinerlei Anfahrschwäche und legt ab 1700 Umdrehungen in der Minute nahezu explosionsartig los. Das serienmäßige Sechs-Gang-Getriebe schont den Verbrauch. Wer zu rollwiderstandsoptimierten Reifen greift, kann nach EU-Norm auf unter fünf Liter je 100 Kilometer und unter 130 Gramm CO2 pro Kilometer kommen. Die Schaltung arbeitet butterweich, die Wege sind aber ein wenig lang ausgelegt. Die Bremsen packen beinahe bissig zu, und das Fahrwerk bietet hohe Kurvenstabilität. Der Abrollkomfort des 308 SW ist hervorragend.

Im unmittelbaren Vergleich mit dem zehn PS stärkeren gleich großen 120 VTi wird der Unterschied zwischen Diesel und Benziner überaus deutlich, Bei gleichem Hubraum und trotz Mehrleistung ist er subjektiv deutlich weniger temperamentvoll und entfaltet seine Kraft unaufgeregt gleichmäßig. Unterm Strich ist der Benziner bei den Fahrleistungen aber sogar einen Hauch besser – und vor allem 1950 Euro günstiger. Nahezu jeder fünfte SW-Käufer dürfte sich nach Peugeot-Prognose daher für dieses Modell entscheiden.

Alternativ steht der 1,6-Liter-Benziner noch mit 110 kW / 150 PS und 128 kW / 175 PS zur Verfügung. Kleinster Motor ist ein 1,4-Liter mit 70 kW/ 95 PS. Dieselfreunde können neben dem 110 HDi einen 2,0-Liter mit 100 kW / 136 PS bekommen. (ar/jri)

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Daten: Peugeot 308 SW Sport HDi FAP 110 308 SW Sport 120 VTi
Länge x Breite x Höhe: 4,50 m x 1,82 m x 1,56 m
Motor (Bauart, Hubraum): 4 Zylinder, 1560 ccm 4 Zylinder, 1598 ccm
Max. Leistung: 80 kW / 109 PS bei 4000 U/min 88 kW / 120 PS bei 6000 U/min
Max. Drehmoment: 240 Nm bei 1750 U/min 160 Nm bei 4250 U/min
(Overboost: 260 Nm)
Verbrauch NEFZ im Mittel: 5,1 Liter Diesel 6,9 Liter Superbenzin
CO2-Emission: 134 g/km 164 g/km
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 11,9 Sekunden 11,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h 188 km/h
Leergewicht/Zuladung: 1570 kg/580 kg 1515 kg/585 kg
Kofferraum: 508 bis 1736 Liter
Anhängelast (gebremst): 1400 kg 1370 kg
Basispreis: 23 800 Euro 21 850 Euro

(auto-reporter.net)

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