EU-Pläne lassen Kfz-Steuer steigen

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Angaben zum Spritverbrauch sollen realistischer werden / Neue Berechnungsgrundlage lässt Kfz-Steuer steigen / Auch Hersteller betroffen

Die EU-Kommission plant zur Förderung umweltfreundlicher Fahrzeuge eine Änderung des Testzyklus, mit welchem der CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs ermittelt wird. Durch die neuen, realistischeren Angaben würde die CO2-gebundene Kfz-Steuer in Deutschland steigen. Das berichtet AUTO BILD in der am Freitag erscheinenden Ausgabe (Heft 18/2010)…

Der Testzyklus, mit dem der offizielle Verbrauch und damit der CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs ermittelt wird, soll bis spätestens 2013 geändert werden. Ziel der Änderung ist es, eine Berechnungsgrundlage zu schaffen, die auch Hybridfahrzeuge einschließt. Zudem würden die Ergebnisse realistischer werden – große Unterschiede zwischen angegebenem und tatsächlichem Verbrauch hätten ein Ende. Allerdings erhöht sich dadurch auf dem Papier der CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs. Und von dem hängt zum Teil die Höhe der Kfz-Steuer ab. ADAC-Sprecher Maximilian Maurer gegenüber AUTO BILD: „Es darf nicht sein, dass sich wegen eines neuen Verfahrens plötzlich die Steuer erhöht. In dem Fall müssen die Sätze angepasst werden.“

Auch die Hersteller wären von der neuen Berechnungsgrundlage betroffen: Im Zeitraum von 2012 bis 2015 soll der über die Hersteller-Flotte gemittelte Grenzwert für neue Pkw 130 Gramm CO2 pro Kilometer betragen. Werden durch den neuen Testzyklus höhere Verbrauchswerte ermittelt, wird das Ziel schwerer zu erreichen sein. Ein Einlenken der EU scheint unwahrscheinlich. Der EU-Abgeordnete Markus Ferber (CSU) zu AUTO BILD: „Die CO2-Gesetzgebung ist eindeutig. Ich gehe nicht davon aus, dass an den Flotten-Grenzwerten nachträglich noch etwas geändert wird.“ [autobild]

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