Vorstellung Audi A8 W12

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Audi präsentierte die Langversion des A8 und das neue Zwölfzylinder-Triebwerk W12 im Red Bull Hangar 7 in Salzburg. Foto: auto-reporter.net

Zum Thema Luxus hat Audi sein ganz eigene Meinung: Luxus bedeutet nicht Überfluss, sondern eleganten, gepflegten Stil. Und den kann der neue A8 W12 in hohem Maße vermitteln. Auch mit der neuen Generation des A8 gibt es wieder einen Zwölfzylinder, der von Oktober 2010 an zum Preis von 137.000 Euro ausgeliefert werden kann. Der neue Audi A8 L W12 quattro ist ausschließlich in der Version mit verlängertem Radstand (plus 13 Zentimeter) zu haben…

Hinter dem Kürzel W12 verbirgt sich eine ungewöhnliche Bauform des Motors: Es setzt sich aus vier Reihen von jeweils drei Zylindern zusammen. Vorteil: Aufgrund dieser Anordnung kann der längst eingebaute W12 mit einer extrem kompakten Bauweise glänzen. Der Zwölfzylinder-Direkteinspritzer misst weniger als 50 Zentimeter in der Länge und ist etwa 70 Zentimeter breit sowie hoch. Selbst der V8 kann diese Abmessungen nicht bieten. Der neue W12 schöpft aus 6,3-Liter Hubraum satte 500 PS (368 kW). Der Vorgänger war mit 450 PS (331 kW) keineswegs schwach motorisiert. Dennoch kann der neue W12 vieles besser: Die Leistung stieg um zehn Prozent, dagegen sank der Verbrauch um ebenfalls zehn Prozent. Die vom Hersteller angegebenen 12,4 Liter auf 100 km (CO2 Emission 290 g/km) können sich im Wettbewerbsumfeld der V12-Motoren sehen lassen.

Allem Zahlenwerk zum Trotz muss man den neuen A8 L W12 fahren: Seine 500 PS gehen derart vehement ans Werk, dass die Passagiere glauben den Startvorgang eines Flugzeuges zu erleben. Das maximale Drehmoment von 625 Nm steht bei 4.250 Umdrehungen/Minute bereit. Wesentlich spürbarer ist das konstant anhaltende Drehmoment von 600 Nm ab 1.800 Umdrehungen/Minute, das den Fahrer niemals in Verlegenheit bringt. Die Kraftübertragung übernimmt eine moderne Achtstufen-Tiptronic, die souverän und harmonisch arbeitet. Neben der reinen Kraft ist der Charakter des Zwölfzylinders sein spezifisches Merkmal. Der W12 aus dem Hause Audi ist eher in die Kategorie sportlich-dynamischer Antrieb zu sehen als bei den konservativ-behäbigen Zwölfern. Im allradgetriebenen A8 gefällt der W12 durch seine tolle Kraftentfaltung, aber auch mit einem Handling, das nicht vermuten mag in einer 5,27 Meter langen und 2.055 kg schweren Limousine zu sitzen.

Apropo sitzen – bei einem Radstand von 3,12 Meter verwöhnt der A8 mit einem First Class Raumangebot, das natürlich dem um 13 Zentimeter verlängertem Radstand zu verdanken ist. Dass der A8 L W12 quattro häufig als Chauffeurs-Limousine im Einsatz ist, überrascht nicht. Im Fond fühlt man sich so richtig wohl, insbesondere dann, wenn die Einzelsitzanlage eingebaut ist – serienmäßig ist die klassische Dreier-Sitzanlage. Als Novum unter den Zwölfzylinder-Limousinen kann der verwöhnte Fondpassagier auch auf einem neuen Ruhesitz auf der Beifahrerseite Platz nehmen. Und hier ist First Class Komfort aus dem Flugzeug ein guter Vergleich: Sein Benutzer kann die Füße auf einer elektrisch einstellbaren Auflage an der Lehne des Beifahrersitzes ablegen. Der Rücken wird von zehn Luftkissen in vier Programmen und mit jeweils fünf Intensitäten und Tempo massiert. So wird Autofahren zum Genuss, wenn nicht immer diese Staus die Fahrt unterbrechen würden.

Der neue A8 L wird in Kombination mit allen fünf Motoren (V6 TDI/TFSI, V8 TDI/TFSI und W12) angeboten. Der A8 L 3.0 TDI quattro startet bei 79.900 Euro (plus 7.700 Euro gegenüber normalem Radstand). Länge ist beim Audi A8 gefragt, in Ländern wie China und USA liegt sein Anteil bei 60 Prozent gegenüber dem mit normalen Radstand. In Europa ist der Anteil des verlängerten A8 mit zehn Prozent verhältnismäßig bescheiden. Hauptabsatzmärkte für eine Zwölfzylinder-Limousine sind traditionell China, USA und Russland. Da wundert es nicht, dass der Audi A8 W12 ausschließlich als Langversion mit einer üppigen Serienausstattung angeboten wird. (auto-reporter.net/Peter Hartmann)

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