Vorstellung Nissan Micra

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Die bislang dominanten Glubschaugen fehlen beim neuen Micra. Sein Gesicht bestimmen jetzt ein geteilter Kühlergrill, der große untere Lufteinlass und die tiefe Frontschürze. Foto: Nissan/Auto-Reporter.NET

Halt keiner bewegt sich. Mein Micra muss hier irgendwo sein…

Der Kleinwagen Micra ist nicht nur das bekannteste Modell von Nissan, sondern auch sein wichtigstes. Bislang über 5,65 Millionen vor allem in Japan und in Europa verkaufte Fahrzeuge sprechen für sich. Mit der vierten Generation, die ab dem 13. November bei den deutschen Händlern zu besichtigen ist, will der japanische Hersteller nicht nur diesen Erfolgsweg fortsetzen, sondern noch beschleunigen: Er wird nämlich erstmals in 160 Ländern rund um den Globus verkauft werden. Darunter in zahlreichen Märkten, die für Nissan Neuland bedeuten…

Die äußeren Abmessungen haben sich kaum verändert, wohl aber das Erscheinungsbild. Nicht mehr die dominanten Glubschaugen bestimmen die Front des völlig neu entwickelten Stadtwagens, sondern eine recht dynamische Linienführung mit geteiltem Kühlergrill, großem unterem Lufteinlass und tiefer Frontschürze. Die Flanken sind abgerundet und fast ohne die bislang typischen Sicken; auch die buckelartigen Blinklichter auf den Kotflügeln sind verschwunden. Dagegen wuchs der nur noch als Fünftürer angebotene Micra lediglich um sechs Zentimeter auf 3,78 Meter Länge und legte auch in der Breite nur um zwei Zentimeter auf 1,67 Meter zu. Nicht viel, doch da dadurch auf der neuen V-Plattform auch der Radstand verlängert werden konnte, ergibt sich spürbar mehr Platz im Innenraum. Davon profitieren vor allem die Passagiere auf der Rückbank, denen jetzt vor allem mehr Platz im Fußraum zur Verfügung steht. Das Ladeabteil ist mit 265 Litern nur geringfügig größer als beim Vorgänger (251 l), kann aber durch leichtes Umklappen der hinteren Bank – bei topfebenem Boden – auf satte 1.132 Liter erweitert werden.

Der Innenraum verbreitet durchaus Wohlfühl-Atmosphäre. Die haptisch angenehmen Materialien sind sauber verarbeitet und die Sitze bequem. Das Armaturenbrett wird von runden Formen bestimmt, wobei die wichtigsten Instrumente und Anzeigen gut im Blickfeld des Fahrers liegen und auch die diversen Schalter nicht nur leicht zu bedienen, sondern auch selbsterklärend sind. Zahlreiche groß dimensionierte Ablagen runden den guten Eindruck ab. Schade nur, dass das Lenkrad nach wie vor nur höhenverstellbar ist.

Für den Vortrieb sorgt ein ebenfalls neu entwickelter 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 59 kW/80 PS und 110 Newtonmetern. Mit dem manuellen Fünfganggetriebe gibt Nissan einen Normverbrauch von 4,8 Litern auf 100 Kilometern und einen CO2-Wert von 115g/km an. Mit dem überarbeiteten CVT-Automatikgetriebe (Aufpreis 1.200 Euro), das sich beim Beschleunigen etwas schwertut, sind es 5,4 Liter und 125g/km. Die Fahrleistungen halten sich mit 13,7 bzw. 14,5 Sekunden für den Sprint von null auf 100 sowie Höchstgeschwindigkeiten von 170 bzw. 161 km/h in Grenzen, reichen jedoch in der Stadt völlig aus. Und auch auf der Landstraße und der Autobahn kann man gut mitschwimmen. Weiterhin eine Domäne des Micra bleibt dessen Wendekreis mit nur neun Metern. Ab nächstem Frühjahr wird Nissan eine weitere Motorvariante einführen. Dabei handelt es sich um einen Direkteinspritzer, der mithilfe eines Kompressors 72 kW/98 PS freisetzt. Im Gegenzug sinken die CO2-Emissionen auf nur noch 95 g/km. Grund genug für Nissan, keine Dieselmotoren mehr anzubieten.

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Ausgestattet ist der Micra, dessen Preise bei 10.470 Euro beginnen, bereits in der Basisversion Visa recht ordentlich. ABS, ESP, sechs Airbags, elektrische Servolenkung und elektrische Fensterheber vorne sind Serie. In der Ausstattungslinie Acenta (ab 13.240) gibt es dann u.a. eine manuelle Klimaautomatik, eine Geschwindigkeitsregelanlage und beim Tekna (ab 15.440) sogar das kombinierte Navigations- und Entertainmentsystem Nissan Connect und einen Parkguide. Er taxiert die Länge von Parklücken und signalisiert dem Fahrer, ob der vorhandene Platz reicht oder nicht. Ein Preis-Leistungs-Verhältnis ohne Fehl und Tadel, sodass die anvisierten 16.000 Verkäufe im nächsten Jahr mehr als realistisch sind. (Auto-Reporter.NET/Frank Braun)

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