Opels neuer Kleinwagen kommt aus Eisenach

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Das Opel-Werk in Eisenach zählt zu den modernsten Automobilstandorten weltweit. Hier läuft künftig auch der neue Kleinwagen vom Band. Foto: Opel/Auto-Reporter.NET

Opel hat entschieden, seinen neuen, unterhalb des Corsa-Segments angesiedelten Kleinwagen am thüringischen Standort Eisenach zu bauen. Mit dieser Weichenstellung sind die Arbeitsplätze der dortigen Opelaner für mehrere Jahre gesichert. Die Serienfertigung ist für 2013 geplant…

Opel-Chef Nick Reilly bezeichnete den Entschluss, Eisenach mit der Fertigung des Kleinwagens zu betrauen, auf der heutigen Pressekonferenz vor Ort als einen weiteren Meilenstein im Zukunftsplan des Unternehmens. „Die 90-Millionen-Euro-Investition wird die Rolle von Eisenach in unserem europäischen Fertigungsverbund deutlich stärken. Und wir werden den Kunden ein attraktives Auto präsentieren können, das mit innovativer Technologie und ausdrucksstarkem Design beeindruckt“, so der Opel-Chef.

Das Eisenacher Werk will man mit zusätzlicher Flexibilität und modernster Technologie ausstatten, um den neue Kleinwagen hocheffizient auf der existierenden Produktionslinie bauen zu können. Dank der Investitionen könnten die Eisenacher Arbeitsplätze für die kommenden Jahre als gesichert gelten. Der neue Opel zielt auf das Segment unterhalb des Corsa. Der Kleine „Made in Eisenach“ soll Kunden ansprechen, die ein Auto mit geringen Abmessungen suchen, mit dem sie, insbesondere in Ballungsgebieten, bequem und sicher unterwegs sein können. Das Auto bietet die technischen Voraussetzungen, um zu einem späteren Zeitpunkt auch mit Batterieantrieb ausgestattet zu werden. Der Start der Serienproduktion ist für das Jahr 2013 vorgesehen.

Zusammen mit anderen neuen Autos wie dem 2011 auf dem Markt startenden elektrischen Ampera, einem sportlichen Coupé und einem kleinen SUV wolle Opel seine „Produktlinie signifikant ausdehnen“ und zusätzliche Angebote in neuen Segmenten machen, kündigte der Opel-Chef an.

Eisenach gilt in Sachen Produktivität, Qualität, Effizienz, Umweltverträglichkeit und Arbeitssicherheit als eine der modernsten Automobil-Produktionsstätten weltweit. 1990 begann die Marke ihr Engagement in Thüringen mit einem Gemeinschaftsprojekt zusammen mit den Automobilwerken Eisenach (AWE). Die neugebaute Fabrik wurde im September 1992 eingeweiht. Bis heute hat Opel in Eisenach 1,5 Milliarden Euro investiert. Derzeit sind in diesem Werk 1.600 Mitarbeiter beschäftigt, die die dreitürige Version des Corsa herstellen. Die Entscheidung, das neue Fahrzeug in Eisenach zu bauen, hat auch Auswirkungen auf die Fertigung im spanischen Saragossa. Die spanischen Kollegen werden bei Produktionsstart einen Teil des Corsa-Volumens auffangen. Insgesamt werden die beide Werke dann mehr Fahrzeuge produzieren als heute.

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Die Entscheidung pro Eisenach ist die dritte Investitionsankündigung Opels innerhalb weniger Tage. Am 15. September hatte das Unternehmen mitgeteilt, sein Komponenten- und Motorenwerk in Kaiserslautern zu stärken. Wenige Tage später kündigte Opel an, 500 Millionen Euro in das Motorenwerk im ungarischen Szentgotthard zu investieren. (Auto-Reporter.NET/sr)

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