Volkswagen Formel-3-Motor

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Neben den günstigeren Kosten bietet Volkswagen Power Engine ein angeblich spürbares Leistungsplus sowie die Push-to-Pass-Funktion, die auf der Rennstrecke für zusätzliche Spannung sorgen soll. Foto: VW/Auto-Reporter.NET

Ab 2012 mo’ Leistung, weniger Kosten

Mehr Power, mehr Spannung, weniger Kosten: Mit einem neuen, einheitlichen Motor geht Volkswagen in Zukunft neue Wege in der Formel 3. Das knapp 250 PS starke Triebwerk, das ab 2012 zunächst exklusiv im deutschen ATS Formel-3-Cup zum Einsatz kommen wird, ebnet Nachwuchsfahrern dank deutlich reduzierter Kosten den Karriereweg im professionellen Formelsport. Größere Revisionsintervalle und eine langlebige Konstruktion halten das Technik-Budget in einem sehr gut kalkulierbaren und vergleichsweise niedrigen Rahmen…

Das kostenbewusste Konzept der Volkswagen Power Engine sieht vor, dass ein Rennmotor eine komplette Saison ohne Revision eingesetzt werden kann. Für gut 10.000 Test-, Trainings- und Rennkilometer innerhalb einer Saison ist eine Revisionsgebühr von 10.000 Euro im Leasingvertrag enthalten. Nach drei Jahren Laufzeit gehen die Motoren direkt in den Besitz der Einsatzteams über. Beim neuen Volkswagen Triebwerk handelt es sich Formel-3-typisch um einen Zweiliter-Vierzylinder-Saugmotor mit Luftmengenbegrenzer („Air Restrictor“). Im Sinne der Kostenreduktion basiert das Triebwerk auf einem Serienmotor, und auf die Verwendung teurer Leichtbauteile wurde weitgehend verzichtet. Insgesamt reduziert Volkswagen Power Engine die Kosten gegenüber bisherigen Formel-3-Motoren um 50 Prozent.

Ein echtes Novum in der Formel 3 stellt die Push-to-pass-Funktion dar: Mit einem Knopf am Lenkrad können die Piloten während der Trainings und Rennen für einige Sekunden rund 33 PS Zusatz-Power abrufen – dann steigt die Leistung von 215 auf 248 PS (158/182 kW). Damit werden die Rennen der Formel 3, in denen üblicherweise um jeden Meter hauteng gekämpft wird, durch zusätzliche Überholmanöver und neue taktische Überlegungen noch attraktiver. Anhand von Leuchten am Überrollbügel werden die Zuschauer vor den Fernsehern und an der Rennstrecke sofort erkennen können, welcher Pilot die Extra-Power nutzt und zum Überholen ansetzen wird. (Auto-Reporter.NET/pha)

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