Neuer Mercedes-Benz SLK: Lichtdurchflutung auf Knopfdruck

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Beim neuen SLK färbt sich auf Wunsch das transparente Glasdach für ein besseres Klima im Innenraum sekundenschnell dunkel. Foto: Mercedes-Benz/Auto-Reporter.NET

Im neuen Mercedes-Benz SLK feiert ein einzigartiges Glasdach Weltpremiere. Das bewährte Variodach des SLK bekommt eine innovative Technik: Es lässt sich auf Knopfdruck wahlweise durchsichtig oder dunkel schalten. Im durchsichtigen Zustand bietet es auch bei kalter Witterung ein Open-Air-Erlebnis, im dunklen Zustand spendet das Dach wohltuenden Schatten und verhindert bei intensiver Sonneneinstrahlung das Aufheizen des Innenraums…

Auf dem Genfer Automobil Salon 2011 (3. bis 13. März) wird der neue SLK erstmals der Öffentlichkeit gezeigt und soll dann schon wenige Wochen später im Handel starten. Die Front des SLK ziert – wie schon den SLS – die neue steil stehenden Kühlermaske mit dem „Stern“ in der Mitte. Das Heck wurde deutlich bulliger und sportlicher, unter dem Blechkleid kommen die neue V6- und V8-Motoren zum Einsatz.

Wir hatten bereits vor der offiziellen Enthüllung die Gelegenheit den neuen SLK mit diesem Panorama-Variodach kennen zulernen. „Magic Sky Control“ heißt das neue Glasdach, das Mercedes-Benz als erster Automobilhersteller als Sonderausstattung (etwa 2.000 Euro) anbieten wird. Auf Wunsch färbt sich bei dieser Neuentwicklung das transparente Glasdach sekundenschnell dunkel. So sorgt es, Schatten spendend und mit einzigartiger Lichtstimmung, für wohltuende „Wellness-Atmosphäre“ im Innenraum. Vorteil: Glas schirmt außerdem wesentlich effektiver die Sonnenstrahlung ab als konventionelle Wärmeschutzgläser oder Rollos. Wenn das Fahren mit offenem Dach wegen zu großer Hitze unangenehm wäre, bleibt es unter dem Magic Sky Control-Dach für Fahrer und Beifahrer angenehm – ein wichtiger Beitrag zum Wohlfühlen und damit zur Kondition. Auch im Stand wird der Innenraum nicht zu stark aufgeheizt, da das Dach im stromlosen Zustand dunkel geschaltet ist.

Die Technik des Dachs bedient sich der Physik eines Platten-Kondensators: Wird eine elektrische Spannung an die Glaskonstruktion angelegt, richten sich Teilchen im Glasaufbau so aus, dass Licht die Scheibe durchdringen kann. Bleibt die Stromversorgung hingegen ausgeschaltet, orientieren sich die Partikel nach dem Zufallsprinzip. Dadurch wird das Licht teilweise blockiert und die Scheibe ist dunkel. Steuergerät und Wandler sind im Vorderteil des Daches integriert, der Schalter befindet sich in der Dachbedieneinheit. UV- und Infrarot-Licht werden auch im durchsichtigen Zustand wirkungsvoll abgeschirmt.

Während Dauererprobung mit dem SLK-Prototypen gehört auch der harte Praxistests im US-amerikanischen Death Valley – einem der heißesten Orte der Erde. Dort werden im Sommer unter sengender Sonne fast regelmäßig über 50 Grad Celsius im Schatten gemessen. Unter diesen Bedingungen heizten die Testingenieure die SLK Prototypen beispielsweise um die Mittagszeit mit transparentem Dach vier Stunden auf. Schalteten sie anschließend an diese Hitzetortur das Dach undurchsichtig, spürten sie sofort eine deutliche Entspannung.

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Wärmebilder zeigten, dass die Temperatur am Kopf geringer war. Messungen mit dem so genannten Sternpyranometer machten deutlich, warum das so ist. Dieses Gerät misst die Intensität der Sonneneinstrahlung. Bei geöffnetem Dach betrug die Sonnenlast in der Hitze des Death Valleys 1000 bis 1100 Watt pro Quadratmeter. Mit transparentem Glasdach sank sie auf 200 Watt, Magic Sky Control mit dunkel geschaltetem Dach senkte sie auf 40 bis 50 Watt – ein 20stel des Ursprungswerts. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)

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