Daimler und Toray unterzeichnen Zusammenarbeit

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torayToray Industries und Daimler bei der Unterzeichnung eines gemeinsamen Joint-Ventures für die Herstellung und Vermarktung von Automobilteilen aus carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK): Rainer Christian Genes, Direktor und Produktionsplanung Mercedes-Benz Cars, Prof. Dr.-Ing. Bharat Balasubramanian, Leiter der Direktion Produktinnovationen & Prozesstechnologien in der Konzernforschung und Vorentwicklung Daimler AG, und Shinichi Koizumi Executive Vice President Representative Director Toray (v.l.). Foto: Daimler/Auto-Reporter.NET

Daimler und Toray treiben Carbonfasereinsatz in Autos voran

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität ist das Thema Leichtbau eine wesentliche Komponente; beim Automobilbauer Daimler ist es Teil der Firmenstrategie. Jetzt haben die Stuttgarter die Weichen gestellt, um das Gewicht ihrer Mercedes-Karosserien entsprechend zu reduzieren. Gemeinsam mit dem japanischen Unternehmen Toray Industries, Inc., wird Daimler Fahrzeugteile aus carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) herstellen und vermarkten. Dazu haben beide Partner heute einen Joint-Venture-Vertrag unterzeichnet. An dem gemeinsamen in Esslingen ansässigen Unternehmen ist Toray mit 50,1 Prozent und Daimler mit 44,9 Prozent beteiligt (5 % Sonstige)…

Im Rahmen der Entwicklungsvereinbarung, die im März letzten Jahres von Daimler und dem weltweit größten Hersteller von Carbonfasern, Toray, unterzeichnet wurde, arbeiten die Japaner an der Entwicklung von optimalen Ausgangsmaterialien zur Herstellung von Carbonfasern und neuen Formgebungsprozessen. Daimler übernimmt die Verantwortung für die Gestaltung der Komponenten, die Entwicklung von Technologien zur Integration dieser Teile im Gesamtfahrzeug und die Prozessautomatisierung.

Entwicklungsziel des Stuttgarter Automobilbauers ist es, das Rohkarosseriegewichts bei allen Mercedes-Benz-Fahrzeugen um bis zu zehn Prozent gegenüber den Vorgängermodellen zu reduzieren. Damit lässt sich die Kraftstoffeffizienz weiter erhöhen, die Emissionen werden reduziert. Die Verwendung von CFK-Teilen in geplanten Karosserien ist integraler Bestandteil von Daimlers Leichtbaustrategie. Dazu setzt man auf die Entwicklung von Technologien, die dem Prinzip folgen: „Das richtige Material am richtigen Ort“. Carbonfasern gelten als wichtiger Stellhebel für beträchtliche Gewichtssenkungen der Fahrzeugkarosserie. Sie sollen zudem in der Lage sein, Gewichtszunahmen durch zusätzliche Sicherheits- oder Komfortfunktionen oder alternative Antriebssysteme teilweise zu kompensieren. CFK-Teile erhöhen zudem die Steifigkeit der Karosserie, das wiederum dient der Stabilität der Fahrgastzelle.

Durch die Verbindung der Kompetenzen beider Unternehmen gelang es, eine hocheffiziente Verfahrenstechnologie für die Massenproduktion von CFK-Teilen zu entwickeln, die einen deutlich kürzeren Formgebungszyklus bringen wird. Die Serienfertigung von CFRP-Komponenten mit einem Kurzzyklus-Harzinjektionsverfahren (Short Cycle Resin Transfer Molding, RTM) ist für 2012 geplant. Dabei handelt es sich um ein neues Verfahren für den CFK-Formgebungsprozess, das Toray für Pkws der Marke Mercedes-Benz entwickelt hat.

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Für Toray hat die Ausweitung des Geschäftsfeldes für carbonfaserverstärkte Verbundteile auch im Automobilbereich höchste Priorität. Im Juni 2008 gründete das Unternehmen das Automotive Center (AMC) als umfassende Entwicklungsbasis für Automobilanwendungen sowie im April 2009 das Advanced Composite Center (ACC) als zentrale Stelle für die Entwicklung von Technologien und Anwendungen für CFK-Produkte. Diese Zentren wiederum sind Kernbereich des A&A (Automotive & Aircraft) Centers in Nagoya, wo Technologien für Anwendungen im Automobil- und Luftfahrtbereich gleichermaßen entwickelt werden. (Auto-Reporter.NET/arie)

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