Blinde fordern Schutz vor Flüsterautos

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blindenhundVor allem Sehbehinderte sind auf Geräusche ihrer Umgebung angewiesen. Foto: DBSV/A. Friese/Auto-Reporter.NET

„Mindestgeräusch“ für Elektroautos?

Wenn Prominente im Februar zur Oskar-Verleihung vorfahren, gehört es fast schon zum guten Ton, das dies lautlos geschieht. Hybrid-Autos mit ihrem zusätzlichen elektrischen Antriebssystem sind bei niedrigen Geschwindigkeiten kaum zu hören. Fahrzeuge dieser Art sind inzwischen zum Ausdruck einer ökologischen Lebensweise geworden, allerdings gibt es auch Menschen, die mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen ein Problem haben: Blinde und Sehbehinderte. Diese Menschen sind darauf angewiesen, ein herannahendes Auto zu hören, wenn sie sich selbstständig im Straßenverkehr bewegen möchten…

Neben Menschen mit Sehschwächen sind geräuschlose Autos aber auch für kleine Kinder und ältere Menschen nicht gefahrlos. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit (BKB) Vertreter der Fahrzeugindustrie und diverser Forschungsprojekte zu einem zweitägigen Workshop eingeladen, der heute (25. Januar) in Berlin beginnt. Gemeinsam wolle man Standards erarbeiten, damit sich zukünftig auch blinde und sehbehinderte Menschen uneingeschränkt über elektrisch betriebene Fahrzeuge freuen könnten, erläutert DBSV-Präsidentin Renate Reymann.

In den USA hat Präsident Barack Obama am 4. Januar den Pedestrian Safety Enhancement Act unterzeichnet, ein Gesetzt, das das dortige Verkehrsministerium verpflichtet, innerhalb von 18 Monaten Vorgaben für ein „Mindestgeräusch“ zu erarbeiten. (Auto-Reporter.NET/arie)

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