Ermittlungsverfahren gegen Daimler-Chef eingeleitet

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zetscheDaimler-Chef Dieter Zetsche. Foto: Auto-Reporter.NET

 

Gegen Daimler-Konzernchef Dieter Zetsche ist von der Osnabrücker Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Hintergrund ist ein tödlicher Unfall auf der Teststrecke in Papenburg im vergangenen Jahr, bei dem ein 27-jähriger Ingenieur ums Leben kam. Der Unfallverursacher, ein junger Daimler-Praktikant, ist bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Nach Aussagen von Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer gegenüber einer Presseagentur werde dem Unternehmen vorgeworfen, den Praktikanten vor der Fahrt nicht richtig eingewiesen zu haben. Die Eltern des Verunglückten haben Strafanzeige gegen den Autobauer gestellt…

Der Daimler-Chef steht stellvertretend für das Unternehmen. „Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen, von einer möglichen Anklage sind wir noch weit entfernt“, wird der Oberstaatsanwalt zitiert.

Daimler hatte am Wochenende zu den Meldungen über eine Strafanzeige und ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung Stellung genommen und betont, dass in einer Gerichtsverhandlung am 12. Juli vor dem Amstgericht Papenburg gegen den Unfallverursacher sowohl von der Richterin als auch von der Staatsanwaltschaft explizit festgestellt worden sei, „dass das Unternehmen Daimler, mithin auch den Vorstandsvorsitzenden, keinerlei Verschulden trifft.

Vielmehr wurde das alleinige Verschulden des Fahrers festgestellt. Dieser hatte über mehrere Kilometer hinweg nicht geradeaus auf die Fahrbahn gesehen.“ Die Einleitung des Ermittlungsverfahrens gegen den Vorstand bezeichnet Daimler „als reine Formalie“. Man gehe davon aus, dass dieses Verfahren eingestellt werde. (Auto-Reporter.NET/arie)

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