BMW – mögliche Schleudergefahr bei Nässe

Bei Nässe sprechen die Bremsen einiger BMW-Typen verzögert und einseitig an / BMW räumt Probleme ein

Bei mehreren BMW-Baureihen kann es zu Bremsproblemen auf nasser Fahrbahn kommen. Das berichtet AUTO BILD in der Freitag erscheinenden Ausgabe (Heft 19). Betroffen seien mehrheitlich BMW X1-Modelle und die 3er-Baureihe (E46 und E90), vereinzelt aber auch 5er, 5er GT und Z4. Die Bremswirkung setzt erst mit einigen Sekunden Verzögerung ein, sodass das Auto zur Seite zieht.

Der Schleuderschutz ESP bietet dabei keine Hilfe, der Fahrer muss aktiv gegenlenken. Auch beim Dauertestwagen BMW X1 konnten AUTO BILD-Testfahrer das gefährliche Nassbremsverhalten bestätigen.
BMW räumte die Probleme auf AUTO BILD-Nachfrage für die Baureihen X1 und den 3er mit Allradantrieb ein, bei denen gleiche Achskomponenten verbaut sind. Das verzögerte Ansprechen der Bremsen und der anschließende "Drall des Fahrzeugs" können neben Nässe auch durch Streusalz, insbesondere Magnesiumchlorid verstärkt werden, so ein Sprecher. Dann kann sich bei längerem Fahren ohne Bremsbetätigung ein schmieriger Wasserfilm auf der Bremsscheibe bilden. Abhilfe soll eine per Software-Update verbesserte "Trockenbremsfunktion" schaffen. Diese sorgt dafür, dass sich die Bremsbeläge regelmäßig unmerklich an die Bremsscheiben anlegen, um einen eventuell dort vorhandenen Schmierfilm zu beseitigen. Außerdem änderte BMW die Luftführung in der Frontschürze.

Beide Änderungen flossen beim BMW X1 ab Mai 2010 in die laufende Serie ein. Bei älteren X1 und beim 3er mit Allradantrieb führt BMW die Maßnahme nur "auf Kundenwunsch" durch, aufgrund der "sehr unterschiedlichen Fahrprofile". Für die anderen Baureihen, aus denen AUTO BILD ebenfalls Fälle beim 3er ohne Allrad, 5er, 5er
GT und Z4 vorliegen, ist bislang keine Lösung bekannt.  (autobild)

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