Autodino_POD_1

Autodino, Motodino und Heimdino in Personalunion bei den Honda Power of Dreams-Testtagen 2012 in Mainz

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Samstag. Bomben Wettervorhersage und eine Einladung von Honda zu den Power of Dreams Testtagen nach Mainz, Lunch inbegriffen. Noch Fragen? Ich hatte nur eine. Welches Fahrzeug sollte ich zur Anreise wählen. Das Moped und als Motodino erscheinen oder das Auto nehmen, um standesgemäß als Autodino vorzufahren? Ich entschied mich für den Truck. Siehe Bild.

Um rechtzeitig bei der Präsentation zu sein, fiel der erste Kaffee leider aus. Kein Problem, das Honda Buffet war perfekt vorbereitet und koffeinhaltige Getränke in ausreichendem Maße vorhanden. Nach der Präsentation. Der Pressesprecher stellte Honda – so wie es sein Job verlangt – in einem ordentlichen Lichte dar. Umweltfreundlich sei man und man lege besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und ein Hauptaugenmerk für die Zukunft auf effizientere Motoren.

Okay, ist bekannt. Interessant, aber leider nur in der Theorie, die Vorstellung der zweiten ASIMO Generation. Im Gegensatz zu manchem Anwesenden, sei ASIMO nun leichter und schneller geworden als je zuvor, so der Pressesprecher. Er könne sogar als Joggingpartner dienen, falls einmal ein Sportkollege gesucht würde. Nun ja, wenn ich mir ihn denn leisten könnte…

Nach der Theorie schnappte ich mir die rote Dakar Maschine. D.h. ich wollte, aber man sei hier in Mainz und nicht bei der Paris-Dakar. Also… tut mir leid, der Herr! Ja nee, is klar! Nehmen wir halt die 700er mit Doppelkupplungsgetriebe DCT (Dual Clutch Transmission). Schlauerweise hatte ich mein Navi dabei (ohne Navi mache ich keinen Schritt vor der Tür), schon gar nicht in Mainz. Ich dachte mir das klebst du im Magnetkartenrucksack locker auf den Tank. Leider war der Tank meines Testmopeds kein Tank, sondern ein Plastik-Staufach, also nix mit Navi. Ein freundlicher Honda Mann hatte aber ein Einsehen, besorgte fix Klebeband und klebte mir eine Karte quer auf den Tank das Staufach. Okay, egal, los jetzt.

So ein Moped mit DCT ist gar nicht mal so übel. Du hast keinen Kupplungshebel, musst also nicht schalten, nur Gas geben und Bremsen. Somit hatte ich auch die linke Hand frei und konnte mit dem Navi in derselben, locker den Heimweg (Honda) finden. Die Karte war ohne Lupe unbrauchbar. Hey Honda, kleiner Vorschlag: nicht jeder kennt sich in allen Städten dieser Welt aus. Montiert doch nächstes Mal Navis auf die Test-Mopeten. Könnte man dann auch ne kleine Tour drin speichern und der Testausflug wäre perfekt. Danach fuhr ich noch die Honda Crossrunner mit echtem Tank und dieses Mal somit also auch mit Navi.

Aber Honda hatte auch ein Herz für Gärtner (Heimdino) und neben Autos und Motorrädern auch einiges an Gartengeräten zum Power of Dreams Testtag mitgebracht. Fasziniert war ich von der Honda Schneefräse, die “X” Kubikmeter Schnee in “Y” Sekunden räumt. Die genauen Werte habe ich leider vergessen. Sie sollte aber mit den drei Flocken vor unserer Tür spielend fertig werden. Ein Spaziergänger der zufällig vorbeikam, warnte seine Frau, sie solle den Waldi enger nehmen, dass er nicht unter die Fräse käme. Dies sei aber kein Problem, so ein Honda Mann, denn man könne ihn dank variablem Auswurf in alle Richtungen zurückwerfen (siehe Foto).

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In unseren Breiten sicher nützlicher als eine Schneefräse dürfte Miimo sein. Der vollautomatische Mähroboter mäht nicht nur autonom, er lädt sich auch ebenso selbsttätig an der Ladestation auf, wenn er meint, die Zeit sei reif und sein Akku leer. Dabei fährt er die Ladestation immer auf anderen Wegen an. Warum? Weil er keine Bahnen und Furchen in den Rasen fahren will. Wirklich clever, Miimo! Was ich erstaunlich fand: wenn man den Kleinen auf den Rücken legt, sieht man keine Messer, wie bei einem normalen Rasenmäher. Die kleinen Messer klappen dann ein. Eine weitere pfiffige Idee des Robomähers: er erzeugt einen Luftstrom beim Mähen und saugt sich die Grashalme auf diese Weise zum perfekten Schnitt zurecht. Während andere Hersteller den Rasen noch mit Minizäunen einzäunen müssen, damit deren Mährobo nicht ausbüxt, werde bei Miimo Kabel mit Heringen zur Abgrenzung ins Gras gedrückt. Das Gras wächst drüber und man sieht davon nichts mehr. Weiterer Vorteil: diese Kable können auch unter Beton oder Steinplatten verlegt werden. So könnte Miimo auch Wege befahren um beispielsweise zur Ladestation zu gelangen.

Leider ist der Mähsklave nicht ganz billig. Ab 2.500.-€ fängt der Spass an. Übrigens: Diebstahl zwecklos, der Kleine ist per Pincode geschützt.

Zu guter Letzt dachte ich – machst du eine kleine Bootstour, wenn Honda das schon anbietet. So gemütlich über den Rhein schippern. Das letzte Mal Boot fuhr ich am Gardasee mit einem 5PS Quirl. Das Honda Boot hatte zwei 90PS Außenborder angeschraubt. Huii, da sollte was gehen. Und wie das ging! Nach einer kurzen Einführung ließ ich mich nicht zwei Mal bitten und griff mir die Gashebel. Einen für das linke Motörchen, einen für das rechte. Beide Hebel müssen nach vorn gelegt werden um vorwärts zu kommen. Gaaaaaaanz nach vorn! Ja das hat was! Danach musste ich leider das Ruder aus der Hand geben und den “Kapitän” wieder ran lassen. Während er ein paar 180PS Donuts drehte, war ich froh, noch nichts weiter gegessen zu haben.

Es war nunmehr meine zweite Honda Power of Dreams Veranstaltung und ich muss sagen – perfekt gemacht! Sogar die Motorradbekleidung war vor Ort. Auch wenn ein netter Kollege meinte, er müsse die fette Honda Gold Wing in Shirt, Jogginghose und Sandalen einmal ausfahren. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen. Mir hat es gefallen und ich käme auch gerne 2013 wieder zu den Honda Power of Dreams-Testtagen.

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