Unimog hochgelaendegaengig_2013_1

30 Grad minus. Na und? Unimog Testfahrten am Polarkreis

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Während wir hier bei 3 Grad minus bibbern wird der neue Unimog bei minus 30 Grad Celsius im kalten skandinavischen Winter, in Rovaniemi, der Hauptstadt Lapplands getestet. Hier sehen wir – noch in getarntem Zustand, den neuen Mercedes-Benz Econic, den neuen Unimog hochgeländegängig und den neuen Unimog Geräteträger.Vom 1. Januar 2014 an gilt die neue Abgasnorm Euro VI. Höchste Zeit also, die nächste Unimog Generation auf Herz und Nieren zu testen, bevor sie auf den Markt kommt.

Bereits seit drei Jahren testen die Mercedes-Benz Ingenieure im Winter die neueste Generation der Special Trucks mit BlueEfficiency Power unter härtesten Bedingungen. Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius, meterhoher Schnee und vereiste Straßen bilden eine enorme Herausforderung für Mensch und Fahrzeug. Auf dem Testgelände mit Fahrdynamik- und Handlingstrecke, Wendeschleife und Waldstrecke unterzog das Entwickler-Team die neuen Fahrzeug-Generationen wochenlang härtesten Tests. Das Ziel: Die Fahrzeuge in Hinblick auf Funktion, Effizienz, Ergonomie und Bedien­komfort zu optimieren. Alle Trucks waren dabei mit aufwendiger Messtechnik ausgestattet, die zum Teil an über 300 Messstellen angeschlossen war und große Mengen von Daten sammelte. So konnte man zum Beispiel Informationen über das Kaltstartverhalten der Euro-VI-Motoren und die Funktion des Antriebsstrangs bei minus 25 Grad Celsius erforschen. Basierend auf den Auswertungen konnten die Ingenieure bereits Zusatzmaßnahmen zur Verbesserung der Kaltstartfähigkeit bis unter minus 30 Grad Celsius entwickeln, beispielsweise eine Zusatzheizung zur Kühlwasservorwärmung.

Ebenfalls getestet wurden die Bestandteile der BlueTec-6-Technik. Dazu gehört der Partikelfilter, der in Kombination mit dem seit Jahren erfolgreich eingesetzten SCR-System von Mercedes-Benz die Partikelemissionen auf Werte am Rande der Nachweisbarkeit reduziert. Außerdem wurden Funktionalität und schnelles Auftauverhalten der AdBlue-Anlage bei Temperaturen unter minus 10 Grad sowie die Sicherstellung ihrer Betriebsfähigkeit geprüft. Die wesentlichste Zielsetzung aber war, dass trotz aller Maßnahmen zur Erfüllung der Euro-VI-Norm der Kraftstoffverbrauch weiterhin niedrig bleibt.

Sommererprobung bei 45 Grad Celsius im Schatten

Die Fahrzeuge müssen sich natürlich auch in der Sommererprobung beweisen. Diese findet jedes Jahr in den heißesten Monaten Juli und August im Test­zentrum in der Provinz Granada im Süden Spaniens statt. Dort testen die Ingenieure bei der Auffahrt auf die Sierra Nevada in etwa 2500 Meter Höhe unter anderem die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge bei extremer Hitze von zum Teil über 45 Grad im Schatten, trockenem Klima und starker Sonnen­einstrahlung. Dazu gehört die Kontrolle der Funktionsfähigkeit der Klima- und Kühlanlagen. „Während wir bei der Wintererprobung in Finnland die Fahr­zeuge auf ihre Anpassungsfähigkeit bei extremer Kälte testen, stellen wir in Spanien sicher, dass auch Hitze und unterschiedliche Höhenanlagen kein Problem sind. Unsere Kunden können sich also bei jedem Einsatz und zu jeder Zeit auf unsere Fahrzeuge verlassen“, fasst Walter Eisele das Ziel der auf­wendigen Erprobungen zusammen. (Fotos: Mercedes/Daimler)

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