HU-Fristenverkürzung kostet deutsche Autofahrer 630 Millionen Euro zusätzlich

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Als Vorschlag steht auf europäischer Ebene derzeit im Raum, dass eine HU jährlich durchgeführt werden muss, wenn das Auto entweder älter als sieben Jahre oder mehr als 160.000 Kilometer gelaufen ist. Die jährlichen Mehrkosten allein für die deutschen Autofahrer wären gigantisch: 630 Millionen Euro pro Jahr würde eine entsprechende Novelle vor allem in die Kassen der technischen Prüfdienste fließen lassen, die als einzige von einer entsprechenden Regelung profitieren.

Nutzen für die Verkehrssicherheit: Null. Dieses eindeutige Ergebnis hat der ADAC in einer Studie mit der Verkehrsunfallforschung der Technischen Universität Dresden nachgewiesen und dabei auch festgestellt: Fakt ist, dass die Unfallbeteiligung von Pkw als Hauptverursacher eines Unfalls bei Autos im ersten und zweiten Jahr nach der Hauptuntersuchung nahezu identisch ist.

Darüber hinaus lehnt der ADAC die Wiedereinführung einer obligatorischen Abgasmessung bei Diesel-Pkw mit On-Board-Diagnose-System als unnötig ab. OBD-Systeme überwachen das Abgasverhalten während des laufenden Betriebs permanent und zeigen auftretende Fehler durch Aufleuchten einer Warnlampe an. Zusätzlich werden Störungen im Abgassystem in einem Fehlerspeicher abgelegt. Diese können mit einem Diagnosegerät über eine genormte Schnittstelle ausgelesen werden und machen so eine zusätzliche Abgasmessung überflüssig. Halter eines mit OBD ausgestattetem Fahrzeug müssten durch die unnötige Abgasmessung mit Mehrkosten von insgesamt 23 Millionen Euro pro Jahr rechnen. (ADAC)

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