Tatsächliche Kosten pro Kilometer mit dem Auto

Ein großer Teil der Autofahrer bringen mit den Aufwendungen für den Betrieb des eigenen Fahrzeugs hauptsächlich jene Kosten in Verbindung, die Sie an der Tankstelle zu entrichten haben. Zwar handelt es sich dabei tatsächlich um den größten Ausgabenposten, die der Fahrer eines Pkw zu begleichen hat, aber dennoch sollten andere Kostenpunkte nicht unterschätzt werden. 

Wenig überraschen wird der Einwand, dass auch Kfz-Steuern und die Prämie zur Versicherung auf die Kilometer umgeschlagen werden müssen. Besonders bei älteren Fahrzeugen kann das den Satz pro Kilometer spürbar erhöhen, weil beide Beträge steigen: Die Sätze zur Kfz-Steuer erhöhen sich für alle Fahrzeuge in regelmäßigen Abständen, die keine aktuelle Abgasnorm mehr erfüllen. Bei der neuen Berechnung der Steuer nach dem CO2-Ausstoß werden wenig verbrauchsarme Autos noch zusätzlich belastet.

Auch wenn der Steueranteil mit etwa 1 Cent je Kilometer gering ausfällt, dürfte dieser schwierig zu bewerten sein – nur, dass er steigen wird, darf prognostiziert werden. Und auch die Versicherer schrauben an den Kaskoklassen, weil ältere Pkw für die unfallträchtige Gruppe der Fahranfänger interessant werden – und sich damit das Risiko erhöht. Bei einem durchschnittlichen Pkw und Versicherungsnehmer dürfte der Wert bei etwa 3 – 4 Cent je Kilometer liegen, wobei besonders für Fahranfänger deutliche Abweichungen kalkuliert werden müssen. Tipp: einfach mal bei check24.de die aktuelle Versicherung überprüfen.

Bei neuen Wagen hingegen ist der Wertverlust ein erheblicher Kostenfaktor: Auch wenn es je nach Modell und Motorisierung leichte Unterschiede gibt, kann davon ausgegangen werden, dass sich der Wert nach etwa vier Jahren halbiert, sofern die Laufleistung mit etwa 15.000 bis 20.000 km jährlich auf durchschnittlichem Niveau bewegt. Durchschnittlich kostet ein Neuwagen in Deutschland etwa 25.000 Euro. Veranschlagt man eine Fahrleistung von 70.000 km nach vier Jahren und einen Wertverlust von etwa 12.500 Euro, dann würden jene Kosten mit 5,6 Cent je Kilometer vergütet. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass dieser Wert in den ersten beiden Jahren des Autolebens noch deutlich höher liegt und dann abfällt.

Kommt das Auto in die Jahre, und das ist in Deutschland zunehmend der Fall, dann steigt auch das Risiko teurer Reparaturen. Derzeit liegt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf heimischen Straßen bei etwa 8,5 Jahren – Tendenz steigend. Auch wenn das steigende Alter als Beleg für die zunehmende Haltbarkeit der Fahrzeuge gewertet werden kann: Reparaturen an Fahrzeugen werden immer teurer. Die zunehmend komplexe Technik sorgt für eine hohe Defektanfälligkeit ab einem bestimmen Alter, die zumeist kostenintensiv sind.

Die Autohersteller sind in den letzten Jahren dazu übergegangen, Bauteile nicht mehr zu reparieren, sondern auszutauschen – und das in immer größeren Modulen. So können auch technische Lappalien hohe Kosten nach sich ziehen. Rund 250 Euro werden derzeit jährlich für die Wartung von Pkw ausgegeben, bei einer Jahresfahrleistung von 17.500 km wäre das etwa 1,4 Cent je Kilometer. Der Wert dürfte aber nach einigen Jahren kaum zu halten sein, weil schon die Inspektionen in der Werkstatt ähnliche Kosten verursachen. Kommen dann noch weitere Defekte hinzu, steigen die Kilometerkosten für Wartung und Reparatur deutlich. Wer dennoch lieber sein altes Auto reparieren möchte, anstatt ein neueres Modell zu kaufen, kann auf autoservice.com zurückgreifen und unverbindlich Angebote für Reparaturen oder Inspektionen einholen.

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Vergleicht man die Kosten eines Pkw mit jenen der öffentlichen Verkehrsmittel und kalkuliert den Verbrauch des Autos, mag es sich um die günstigere Alternative handeln: Der Durchschnittsverbrauch liegt bei etwa 7 Litern auf 100 km, bei angenommenen 1,55 Euro für den Liter Superbenzin und einer Vergleichsstrecke Hamburg -Berlin (280 km) ergeben sich Kosten in Höhe von etwa 30 Euro. Werden alle anderen Effekte mit eingerechnet  (Öl-Kontrolle, Autopflege, Parkplatzsuche, Automobilclub-Mitgliedschaft, TÜV, Inspektionen, Winterreifen, Zubehör etc.) verdreifacht sich der Preis auf etwa 90 Euro. Zum Vergleich: Mit der Deutschen Bahn kostet dieselbe Strecke mit dem ICE 76 Euro und mit dem IC nur 62 Euro.

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