Melden Autos Fahrerprofile an Hersteller?

Nach Jahren der elektronischen Aufrüstung sammeln und übertragen neue Autos Datenmengen, die denen von Smartphones kaum noch nachstehen. Das berichtet AUTO BILD in der am Freitag (8.11.13) erscheinenden Ausgabe (Heft 45). Autohersteller nutzen Datenschnittstellen in Fahrzeugen mit Internetzugang, um sich über Zustand und Nutzung des Fahrzeugs zu informieren. So offenbar geschehen bei BMW. AUTO BILD berichtet über BMW-Besitzer, deren Fahrzeuge über den bordeigenen Internetzugang des Navigationssystems „Professional“ eine Verbindung zum Hersteller aufbauen. Scheinbar lässt sich diese Verbindung nicht kappen, so das Blatt.

Was von Herstellerseite als Service angedacht ist, entpuppt sich so als Datenschutzproblem. Denn Autobesitzer wissen nicht, welche Daten das eigene Fahrzeug aus den zahlreichen Steuergeräten an Bord sammelt und an den Hersteller weiterleitet.

Belegt sind Fälle, bei denen Werkstätten die Kilometerlaufleistungen von Kundenfahrzeugen vom Hersteller erhielten, um Kunden wegen eines Servicetermins zu kontaktieren.

Falls dem so wäre, könnte ich darin nur eine gute Sache sehen: die Tachobetrügereien könnten leicht aufgedeckt werden, wenn den Herstellern/Werkstätten der „echte“ Tachostand bekannt ist. Dann müsste dies aber auch GENAU SO dem Kunden mitgeteilt werden (Autodino).

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Datenschützer ringen derzeit mit dem Thema. Viele Daten seien rein technisch, schränkt der Präsident des Bayerischen Datenschutzamtes, Thomas Kranig, ein. „Wir sehen aber, dass die Technik voranschreitet. Vieles, was neue Assistenzsysteme erfassen, hat mit dem Fahrer zu tun und bietet die Möglichkeit, ein Profil zu erstellen.“

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