VW Gesture Infotainment

VW Gesture Infotainment System gelangt zur Serie

VW Gesture InfotainmentIm Golf R Touch Concept Auto auf der CES 2015 als „Bedienung der Zukunft“ präsentiert, wird „Gesture Infotainment“ (Gestensteuerung) nun bald bei Serien-VWs als Weiterentwicklung des Modularen Infotainment Baukastens (MIB) mit einem 9,2 Zoll großen Display und einer Auflösung von 1280×640 Pixel Einzug halten. Mit vier berührungsempfindlichen „Buttons“ und nur einem „Drehregler“, wird dem Anwender die Steuerung der Anlage / Bedienung so einfach wie möglich gemacht.

Das Display des Gesture Infotainment System teilt sich auf in eine Hauptfläche (main area) und zwei konfigurierbare Teilflächen auf der rechten Seite. Die Kacheln an der Seite sind 1.7×2.4 Zoll groß. Ihnen können 10 verschiedene Funktionen zugeordnet werden. Das können Medien (mit Cover) sein oder Handyeinträge mit dazugehörenden Anrufer-/Personenfotos.

Der Hauptbildschirm kann auch ganz aufgezogen werden, um so die gesamte Fläche für die Navigation zur Verfügung zu stellen.

Dies gilt auch für die Smartphone Integration über MirrorLink, Android Auto oder Apple CarPlay, mittels Volkswagen’s Car-Net App-Connect Interface. Das neue VW Gesture Infotainment System soll noch 2016 zur Verfügung stehen. Es kommt zunächst im e-Golf touch zum Einsatz.

Erstmals im e-Golf Touch präsentiert VW auch eine neue Sprachsteuerungsgeneration. Zum jeweiligen Bedienmodus passend, werden die empfohlenen und möglichen Sprachbefehle begleitend auf dem Display angezeigt. Der Nutzer sieht also stets, welche Sprachbefehle sinnvoll genutzt werden können. Die neue Version der Sprachsteuerung soll im Frühsommer auf den Markt kommen.

Neu ist auch die Sprach­steuerungsfunktion „Keyword Activation“. Der Fahrer erhält mit die­sem Feature die Möglichkeit, den Sprachdialog direkt über ein gesprochenes Kommando wie „Hello Volkswagen“ zu starten. Er muss also nicht mehr, wie bislang üblich, eine Taste drücken.

Wer sich bislang darüber aufregte, dass ihn die Mitfahrer im Fond (akustisch) nicht verstanden, der wird sich über die „Sprachverstärkung“ freuen. Immerhin ein Feature für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Ein Umdrehen zu den Gästen auf dem Rücksitz für bessere Verständigung ist damit nicht mehr nötig, denn das System verstärkt die Lautstärke der Sprache und gibt diese über die hinteren Lautsprecher wieder. So kann der Fahrer den Blick auf der Straße halten, während er seinen Blagen auf dem Rücksitz einen Anschiß erteilt.

Schöne neue Infotainment-Welt also? Wir werden sehen, in wie weit die neuen Features nützlich für den Anwender sind und eine „Steuerung des Wagens“ wie gewünscht vereinfachen. Oder lenkt der „Kommunikations-Overkill“ den Anwender und Fahrer nur in größerem Maße vom Verkehr ab?

Dies ist – neben dem Datenschutz – eine große Gefahr, die ich in den modernen Infotainment Systemen sehe. Sprachkommandos hin oder her… (Foto: VW)

Ein Kommentar

  1. Sehe ich auch so, Ralf. Der Fahrer wird durch den Infotainment Schnickschnack immer mehr von der Strasse abgelenkt. Gibt jetzt schon genügend Unfälle wegen Handynutzung am Steuer!

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