Renault Formel1 2017 Rennwagen R.S.17

Renault F1 2017: Renault R.S.17 Rennwagen

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Regeländerungen und neuer Renault Formel 1 Rennwagen 2017:

Mit dem neu entwickelten Boliden R.S.17 geht das Renault Sport Formel 1-Team 2017 in der Königsklasse an den Start. Erklärtes Ziel des Werksteams ist Platz fünf in der Konstrukteursweltmeisterschaft. Anders als im Vorjahr entstand das Auto vom ersten Entwurf an komplett unter Renault Regie und ist damit das erste echte Renault Formel 1-Fahrzeug in der Hybrid-Ära.

Neben dem deutschen Neuzugang und 115-fachen Grand-Prix-Teilnehmer Nico Hülkenberg steigt der Brite Jolyon Palmer ins Cockpit des R.S.17. Das Auftaktrennen startet am 26. März mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne.

Renault Formel 1 2017 Rennwagen R.S.17Die Saison 2017 ist geprägt von grundlegenden Reglementänderungen, die die Formel 1 deutlich schneller machen sollen. So steigt die Breite der Autos von 1,80 Meter auf 2,0 Meter. Gleichzeitig werden Front- und Heckflügel größer.

Der Frontflügel misst künftig 1,80 Meter statt 1,65 Meter in der Breite. Außerdem ragt die Spitze 20 Zentimeter über das vordere Ende der Endplatten hinaus. Daraus resultiert eine aggressive Pfeilform. Die Breite des Heckflügels wächst um 15 Zentimeter auf 95 Zentimeter. Der Flügel selbst sitzt 15 Zentimeter tiefer als bisher, die Endplatten werden in einem Winkel von 30 Grad angestellt.

„Die Änderungen sind so fundamental, dass sie in vielerlei Hinsicht einer Revolution gleichen”, sagt Bob Bell, Chief Technical Officer des Renault Sport Formel 1-Teams.

Auch ein zweites Heckflügelelement ist wieder erlaubt. Diese Maßnahmen sollen den Anpressdruck steigern und damit die Kurvengeschwindigkeiten erhöhen. Die Rundenzeiten werden hierdurch um voraussichtlich bis zu fünf Sekunden sinken, obwohl durch den erhöhten Luftwiderstand gleichzeitig der Topspeed auf Geraden zurückgeht.

Auch neue Luftleitflächen und ein Diffusor, der bereits 17,5 Zentimeter vor der Hinterachse beginnt und stärker ansteigt als bislang, steigern die Kurvenperformance der Formel 1-Boliden.

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Renault Formel1 2017 Rennwagen R.S.17Die Reifen werden ebenfalls um 25 Prozent breiter und erinnern optisch an die 1970er- und 1980er-Jahre. Durch das größere Format legt das Gewicht der Reifen und damit das Mindestgewicht der Fahrzeuge ebenfalls um 20 Kilogramm auf 722 Kilogramm zu.

Wegen des höheren Luftwiderstands und der Gewichtszunahme steigt der Kraftstoffbedarf der Boliden. Deshalb dürfen die Fahrzeuge pro Rennen 105 Kilogramm Sprit statt wie bisher 100 Kilogramm mit sich führen.

Weiterer wichtiger Aspekt: Auf Antriebsseite entfällt das sogenannte Token-System, das die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung einschränkte. Die Hersteller werden damit deutlich freier bei der Konzeption ihrer Antriebseinheiten.

Wie in der vergangenen Saison kommt im V6-Turbo des R.S.17 zur Steigerung der Effizienz die  Vorkammerzündung zum Einsatz. Sie erlaubt es den Ingenieuren, ein noch magereres Luft-Kraftstoffgemisch einzusetzen, ohne Leistungsverluste in Kauf zu nehmen. (Fotos: Renault/np)

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