Sitzen auf Plastikflaschen: Audi A3 Sportback Vorstellung

Die Sitzbezüge im neuen Audi A3 Sportback bestehen aus rezyklierten Materialien, die aus leeren PET-Flaschen hergestellt werden. Die Aufbereitung der geschredderten Kunststoffflaschen übernimmt ein spezialisiertes Unternehmen in Deggendorf an der Donau. Macht nix. Keine Plastikflasche sieht so geil aus, wie dieser Audi.

Im Mai tritt nun also die vierte Generation des Audi A3 Sportback zu Preisen ab 26.800 Euro an. Basismodell ist ein A3 TFSI mit einem 110 PS (81 kW) Drei-Zylinder-Benziner.

Der 4,34 Meter lange Viertürer mit Heckklappe ist in Länge und Breite um gut drei Zentimeter gewachsen und verlässt mit einer neuen Formensprache die gängigen Designmuster der Marke mit den vier Ringen.

Höhe und Radstand (1,43 und 2,64 Meter) entsprechen den Maßen des Vorgängermodells, auch die Frontpartie weist ihn klar als Mitglied der Audi-Familie aus.

Die Silhouette hebt sich jedoch deutlich von den bisherigen Linienführungen ab. Die Schulterlinie ist scharf gezeichnet und wirkt überaus muskulös, die schräg stehenden C-Säulen geben optischen Schwung. darunter wölben sich die Flächen konkav nach innen, verleihen dem Blech eine dominante, dreidimensionale Ausstrahlung.

Neue Farben und Felgen sind wie bei jedem Modellwechsel natürlich ebenfalls mit von der Partie.

Die verschiedenen Ausstattungsversionen werden am Tagfahrlicht zu erkennen sein. Das Basismodell bekommt horizontal leuchtende LED-Bänder, die S-Varianten zieren doppelte, vertikal angeordnete Linien.

Die markanten Lufteinlässe sind weit an die Ecken des ebenfalls stark ausgeformten Stoßfängers gerückt, der mächtige Dachkantenspoiler macht das Heck im Ensemble mit dem Diffusor breit und niedrig. Dynamisches Blinklicht und ein illuminierter Willkommensgruß gehören heute einfach dazu, wenn ein Hersteller das Premiumsegment bedienen will.

Zum Marktstart sind drei Motoren im Angebot. Der 1,5-Liter TFSI leistet 150 PS (110 kW), ihn wird es in Folge auch als Mildhybrid-Version mit einem 48-Volt-Bordnetz und einem kraftspendenden Starter-Generator geben.

13 PS (9 kW) und 50 Newtonmeter Drehmoment steuert der Elektriker bei, seine Energie bezieht er aus einer kompakten Lithiumionen-Batterie. Der Verbrauchsvorteil soll etwa 0,4 Liter ausmachen. Mit knappem zeitlichem Versatz tritt die erwähnte Basisausführung an, unter ihrer Motorhaube arbeitet ein Dreizylinder mit einem Liter Hubraum.

Gleich zu Beginn werden dagegen zwei Vier-Zylinder-Diesel 116 PS (85 kW) oder 150 PS (110 kW) angeboten.

Bei ihnen sowie im starken TFSI ist die Kombination mit einem Sechs-Gang-Getriebe oder dem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe möglich. Noch in diesem Jahr sollen weitere Motorvarianten folgen, avisiert sind zwei Plug-in-Hybride in unterschiedlichen Leistungsklassen und ein für Erdgas ausgelegter Antrieb (CNG).

Innen genießen Fahrer und Beifahrer dank einer tieferen Sitzposition mehr Kopffreiheit, mehr Schulterraum gibt es aufgrund der gewachsenen Breite. Ablagen und Halter für Smartphone, Becher und Schlüssel finden sich ebenfalls, der Kofferraum hat ein Volumen von 380 bis 1200 Litern.

Die Heckklappe öffnet und schließt optional elektrisch. Auch als Zugfahrzeug taugt der neue A3, je nach Motorisierung darf er bis zu 1600 Kilogramm ins Schlepp nehmen. Das Leergewicht des Basismodells liegt bei gerade noch schlanken 1355 Kilogramm, eine Motorhaube aus Aluminium sorgt für das Maßhalten. Die Verkleidung des Unterbodens führt neben anderen Maßnahmen zur aerodynamischen Optimierung zu einem günstigen Luftwiderstandsbeiwert von cW 0,28.

Kommunikativ war der A3 schon immer, jetzt hat er an Sprachbegabung nochmal zugelegt. Das MMI-System erkennt dank größerer Rechnerleistung der Steuereinheit freie Wortwahl, wie etwa die Frage nach der nächstgelegenen Pizzeria.

Die Navigation zeigt daraufhin eine Auswahl an. Ausgestattet mit einer Car-to-X-Kommunikation fällt das Finden von Parkplätzen leichter, die Schar der gängigen Assistenten wird von einem Front-Midrange-Radar, zwei Heck Radarsensoren, einer Front und vier Umgebungskameras sowie zwölf Ultraschallsensoren auf dem Laufenden gehalten.

Freuen darf man sich schon jetzt auf die noch sportlicheren Versionen des A3, namentlich den S2.

Fans dürfen übrigens noch kräftigeren Nachwuchs in der A3-Familie erwarten: nämlich einen 300-PS-Sportler in Form des RS. (we/ampnet/mk)(Foto: Auto-Medienportal.Net/Audi)

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