ferngesteuerter E-Scooter

Ferngesteuerter E-Scooter holt dich ab

Stell dir vor, ein ferngesteuerter E-Scooter holt dich an der Haustüre ab und du fährst mit ihm an die Arbeit. Vor der Tür zum Office lässt du ihn stehen und er fährt selbständig zur Verleihstation zurück und wartet dort auf seinen nächsten Einsatz. Nach Feierabend bestellst du dir den E-Scooter wieder und er erwartet dich vor der Bürotür, um mit dir Nachhause zu fahren.

Science Fiction? Nein, der ferngesteuerte E-Scooter ist bereits Realität. Verantwortlich dafür ist “Spin”. Ein Anbieter für E-Mobilität und ein eigenständiges Tochterunternehmen der Ford Motor Company mit Hauptsitz in San Francisco, Kalifornien.

Die neue „Spin Valet“-Plattform des Unternehmens ermöglicht es, die ferngesteuerten E-Scooter von Spin aus der Ferne zu betreiben und an geeigneten Stellen zu parken, damit Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer nicht beeinträchtigt werden. Spin kombiniert die Software von Tortoise mit den Frontkameras seiner S-200-Modelle.

Die neue Technologie wird es Nutzern zudem ermöglichen, einen E-Scooter mittels App zu einem gewünschten Ort zu rufen, um beispielsweise vom Parkplatz zum eigentlichen Ziel (Büro, Nachhause) zu gelangen.

Ferngesteuerter E-Scooter mit regenerativer Bremse

Die erste S-200-Flotte wird in diesem Frühjahr in Boise, Idaho (USA) pilotweise in Betrieb genommen. Die Stadt erhält bis zu 300 Exemplare des S-200 E-Scooters. Erstmals wird die Technologie in Form eines robusten, dreirädrigen E-Scooters auf den Markt kommen, der sich dank seiner verbesserten Federung für unterschiedliche Straßenverhältnisse eignet.

ferngesteuerter E-Scooter
Ferngesteuerter E-Scooter. Foto: Spin/Ford

Für eine sichere Fahrt sorgen zudem drei unabhängig voneinander wirkende Bremsen (regenerative Bremse, Vorder- und Hinterradbremse) sowie gut erkennbare Blinker am Lenker und am Hinterrad.

Nachdem Anwender eine Fahrt mit dem E-Scooter beendet haben, kann das Betriebspersonal den Roller bei einer niedrigen Geschwindigkeit von maximal 5 km/h per Fernbedienung neu positionieren, wenn er beispielsweise den Gehweg blockiert.

Ein ferngesteuertes Umstellen kann außerdem erfolgen, wenn der E-Scooter an einer Stelle abgestellt wurde, an der eine weitere Nutzung unwahrscheinlich ist.

Im Jahresverlauf wird Spin überdies eine In-App-Funktion anbieten, mit der Kunden einen E-Scooter im Voraus oder in Echtzeit anfordern können. Das Betriebspersonal leitet den S-200 aus der Ferne an den gewünschten Ort.

Im Laufe des nächsten Jahres will Spin Möglichkeiten ausloten, um den ferngesteuerten S-200 in nordamerikanische und europäische Städte zu bringen, die an dem E-Scooter-Modell interessiert sind.

Die Idee mit E-Scootern ist gut, günstiger als das eigene Elektroauto sind sie auf alle Fälle. Apropos günstiger: gewaltig sparen kann man auch beim Ersatzteile-Kauf für sein Auto über einen Autoteile-Preisvergleich.

Zwar nicht ferngesteuert, aber immerhin elektrisch: Zum E-Scooter Test. (Foto: Spin/Ford/np)