Aktivkohle2

Gemeinsamkeit Schweißfuß und Audi A6 und A7

In meiner Jugend hatte ich einen Freund, mit dem niemand gemeinsam in einem Zelt übernachten wollte. Grund: er hatte Schweißfüße, dass einem die Augen tränten.

Viele Jahre später sah ich in einem Orthopädieladen Aktivkohle-Einlagen herumliegen und musste spontan an meinen alten Freund denken. Schade, dass es diese damals nicht schon gab. Es wäre uns allen viel Leid und Tränen erspart geblieben.

Doch was hat das Schweißfuß-Problem mit dem aktuellen Audi A6 und A7 zu tun. Nun, die Luftfederungen der aktuellen Audi A6- und A7-Modelle basieren erstmals auf Aktivkohle.

Aktivkohle ermöglicht den Stoßdämpfer ein konstanteres Ansprechverhalten, eine weichere Federrate sowie eine größere Laufruhe. Im Vergleich mit konventionellen Luftfedern ist die Federsteifigkeit halbiert. Hinzu kommt, dass die Größe der Federn und somit deren Gewicht sinkt.

Auch im Bereich der Akustik will Carbon Air (Zulieferer von Aktivkohle-Teilen), neue Produkte präsentieren. Etwa bei der Geräuschdämmung für Kraftfahrzeuge durch Aktivkohle. Diese reduziert den Schall weit stärker als sonst übliche Dämmstoffe und nimmt zudem weniger Platz und Gewicht ein.

Auch bei der Schallabgabe, wie etwa bei Lautsprechern im Auto, ist Carbon Air tätig. Die Forschung ermöglicht es kleinere und dennoch leistungsfähigere Modelle zu bauen. Da auf engem Raum durch Aktivkohle mehr Luft bewegt werden kann, ist bei kleinen Lautsprechern mehr Leistung möglich. Besonders bei Bassboxen führt dies zu enormen Platzeinsparungen.

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Nun weiß ich wirklich nicht, ob mein Kumpel mit seinen Quanten damals den Anstoß für diese Erfindung gegeben hat, aber möglich wäre es. Wahnsinn! (we/ampnet/av)(Foto: Auto-Medienportal.Net/Carbon Air)