Test Mazda CX-80

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Test Mazda CX-80

Mazda CX-80 Test – Kritik und Alltagserfahrungen

Design und Preispositionierung

Der Mazda CX-80 platziert sich mit fünf Metern Länge und opulenten Proportionen genau zwischen Midsize- und Fullsize-SUV. Gegen die deutsche Premiumriege wie Audi Q7, BMW X5 oder Mercedes GLE tritt das neue Flaggschiff aber preislich in die erste Liga: rund 60?000 Euro für den Basisdiesel und knapp 70?000 Euro für die Topversion Takumi Plus. Damit ist der Auftritt hochwertig, doch der Abstand zur etablierten Konkurrenz bleibt.

Test Mazda CX-80

Innenraum und Verarbeitungsqualität

Im Innenraum überzeugt das Interieur mit weichen, aufgeschäumten Flächen und toll verarbeitetem Nappaleder. Echtholz-Akzente an Mittelkonsole und Türen wirken edel, das Bose-Soundsystem (12 Lautsprecher) liefert einen satten Klang. Trotz aller Liebe zum Detail geben polierte Oberflächen Lichtreflexe ab, die im Sonnenlicht ablenkend sein können. Mehr Komfortoptionen wie Captain Seats in Reihe zwei bleiben jedoch teures Aufpreis-Privileg.

Bedienung und Konnektivität

Die Kombination aus Touchscreen und Dreh-Drück-Regler erweist sich im Alltag als praktisch – Tippfehler auf dem Display gehören so der Vergangenheit an. Ein digitales Kombiinstrument bietet alle notwendigen Infos, Alexa-Integration und My-Mazda-App dienen als hilfreiche Ergänzungen. Unterm Strich wirkt das Infotainment-System stabil und ausgereift, Navi-Updates per USB könnten aber intuitiver im Menü verteilt sein.

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Variabilität und Stauraum

Sieben Sitze serienmäßig klingen großzügig, doch die dritte Reihe ist nur für Personen bis etwa 1,70 Meter nutzbar. Volle Bestuhlung beschert 258 Liter im Kofferraum, als Fünfsitzer stehen immerhin 687 Liter bereit. Werden die Mittelbank-Lehnen umgeklappt, wächst das Volumen auf 1?971 Liter. Für Vielfahrer mag der umständliche Zugriff in die dritte Reihe nerven, wer häufig mit fünf Passagieren unterwegs ist, profitiert von den großzügigen Ladeabmessungen.

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Motor, Verbrauch und Effizienz

Der 254-PS-Diesel mit Mildhybrid-Unterstützung (12,4?kW) leistet zuverlässig 550?Nm Drehmoment. Trotz eines Testverbrauchs von 6,5 Liter im Schnitt zeigt sich der Reihensechszylinder sparsam, selbst bei zügiger Fahrt pendelte sich der Verbrauch bei rund 7,5 Litern ein. Im Alltagsgebrauch bleibt die Traktionskraft überzeugend, bei Autobahnabschnitten werden jedoch gelegentlich Mehrverbrauchswerte über der WLTP-Angabe deutlich.

Fahrdynamik und Komfort

Die Lenkung spricht direkt an und vermittelt auch in engen Kurven Kontrolle. Ungeachtet der Größe fühlt sich der CX-80 agil an, die straffe Federung schluckt trotzdem die meisten Unebenheiten. Einzig bei niedrigen Geschwindigkeiten wirkt die Acht-Stufen-Automatik manchmal unentschlossen und wechselt ruckartig den Gang. Trotzdem eignet sich der Mazda gut für lange Strecken, ohne dass Komfort merklich leidet.

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Fazit zum Mazda CX-80 Test

Im Mazda CX-80 Test zeigt sich ein SUV, das Komfort, hochwertige Verarbeitung und satte Motorleistung vereint. Die Premium-Anmutung überzeugt, punktet aber eher durch das Preis-Leistungs-Verhältnis als durch technologische Revolution. Einschränkungen im Fond und gelegentliche Automatik-Ruckler trüben das Bild leicht. Insgesamt hinterlässt der CX-80 einen guten Eindruck als Reisebegleiter für alle, die Wert auf Qualität legen, ohne den Preisrekord der deutschen Konkurrenz zu zahlen. (we/aum)(Fotos: Stellantis/aum)

 

Techn. Daten Mazda CX-80
Länge x Breite x Höhe (m) 5,00 x 1,89 x 1,71
Radstand (m) 3,12
Antrieb R6-Diesel, 3283 ccm, Mildhybrid, AT, AWD
Leistung 187 kW / 254 PS bei 3750 U/min
Max. Drehmoment 550 Nm bei 1500–2400 U/min
Leistung E-Motor 12,4 kW / 17 PS bei 900 U/min
Höchstgeschwindigkeit 219 km/h
Beschleunigung 0–100 km/h 8,4 s
WLTP-Durchschnittsverbrauch 5,7 Liter
CO?-Emissionen 148 g/km
Testverbrauch 6,5 Liter
Leergewicht / Zuladung min. 2131 kg / max. 725 kg
Kofferraumvolumen 258–1971 Liter
Max. Anhängelast 2500 kg
Basispreis 59.950 Euro
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