Test DS No.8
Im Rahmen dieses Tests wurde der DS No.8 einem genauen Blick unterzogen. Unser Test DS No.8 legt dabei den Fokus nicht nur auf die extravagante Außendarstellung – hier treffen mutige Design-Entscheidungen auf technische Kompromisse.
Exterieur – Extravaganz oder Übertreibung?
Die Außenansicht fällt durch eine elegant abfallende Dachlinie, einen illuminierten Kühlergrill und elektrisch ausfahrbare Türgriffe auf. Ein schimmerndes LED-Band am Heck vermittelt zwar eine gewisse Exklusivität, doch wirkt die Inszenierung stellenweise überzogen und lässt den Eindruck entstehen, als wolle der DS No.8 mehr versprechen als er halten kann.
Interieur – Stil trifft auf Kompromisse
Der Innenraum überrascht zunächst mit edlen Materialien, ambientem Lichtspiel und aufwendig gearbeiteten Details. Allerdings rücken unpraktische Aspekte in den Vordergrund: Die zahlreichen Tasten und das ungewöhnliche, vierspeichige Lenkrad in X-Form wirken weniger ergonomisch und zeugen von einem gestalterischen Übermut, der auf Kosten der Bedienbarkeit geht.
Technik & Infotainment – Modern, jedoch uneinheitlich
Ein zentrales 16-Zoll-Display, ergänzt durch ein Head-up-Display und ein 10,25-Zoll-Instrumentendisplay, verspricht modernes Fahrerlebnis. Doch die Menüführung und Anordnung der Bedienelemente erweisen sich gelegentlich als verwirrend – die technische Umsetzung bleibt hinter den hohen Ansprüchen eines Premium-Fahrzeugs zurück.
Antrieb, Verbrauch & Fahrdynamik – Leistung mit Ecken und Kanten
Der DS No.8 bietet drei Antriebsvarianten: Das Basismodell mit 169 kW (230 PS) und 74 kWh, eine mittlere Version mit 180 kW (245 PS) und 97 kWh sowie eine Topversion mit Allradantrieb und 257 kW (350 PS). Trotz einer auf dem Papier beeindruckenden WLTP-Reichweite von 750 km zeigt sich in der Praxis, dass bei konstanten 120 km/h eher rund 500 km realisierbar sind.
Auch das adaptive Fahrwerk, das Unebenheiten per Kamera erfassen soll, beeindruckt nicht immer – feine Querrillen und kurz aufeinanderfolgende Bodenwellen werden nicht immer adäquat kompensiert.
Ladeperformance & Alltagstauglichkeit – Funktional, aber ohne Wow-Effekt
Der DS No.8 ermöglicht mit einer maximalen Schnellladeleistung von 160 kW akzeptable Ladezeiten. Dennoch fehlt es an innovativen Ladefunktionen – eine Vehicle-to-Load-Funktion bleibt aktuell aus. Ebenso wird die Alltagstauglichkeit im Fondbereich durch die tief liegende Batterie und die coupéartige Dachlinie eingeschränkt, was den verfügbaren Platz erheblich schmälert.
Preis & Fazit – Ein ambivalenter Premium-Stil
Preislich positioniert sich der DS No.8 klar im Premiumsegment. Der Einstieg beginnt bei rund 57.700 Euro, während luxuriös ausgestattete Varianten nahe an 80.000 Euro liegen können. Trotz handwerklicher Details und französischem Chic offenbaren sich im Gesamtpaket diverse Schwächen – sowohl in der Ergonomie als auch in der technischen Umsetzung. Unser Test DS No.8 zeigt daher, dass der DS zwar als kultivierter Reisebegleiter punkten will, doch kritische Aspekte das Gesamtbild trüben. (Fotos: Stellantis/Frank Wald)
Technische Daten DS No.8 FWD Long Range
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Länge x Breite x Höhe (m) | 4,83 – 1,92 – 1,57 |
| Radstand (m) | 2,90 |
| Antrieb | Elektrisch – 180 kW (245 PS) – Frontantrieb – 1-Gang-Automatik |
| Max. Drehmoment | 343 Nm |
| Höchstgeschwindigkeit | 190 km/h |
| Beschleunigung 0 – 100 km/h | 7,8 Sek. |
| WLTP-Durchschnittsverbrauch | 15,9 – 16,8 kWh |
| Batteriekapazität | 97,2 kWh |
| WLTP-Reichweite | 750 km |
| Max. Ladeleistung | 11 kW AC – 160 kW DC |
| Leergewicht / Zuladung | 2180 kg – 520 kg |
| Kofferraumvolumen | 620 – 1873 Liter |
| Anhängelast | 1400 kg |
| Preis | ab 63.200 Euro |