Fahrbericht Mazda3 2.0 MZR


Mazda3. Foto: autodino/auto-reporter/mazda

Fahrbericht Mazda3 2.0 MZR: Die Stärke weniger Schwächen

Im vergangenen Sommer wurde der erfolgreiche Mazda3 im C-Segment aufgefrischt, um gegen die Konkurrenz wie Golf, Astra oder Focus bestehen zu können. Erfreulich für den Kunden: Obwohl die Preise gleich blieben oder minimal anstiegen, wurde die Ausstattung aufgewertet. Obwohl die Optik nur dezent verändert wurde, ist der Feinschliff unverkennbar. Das gilt auch für den Motor: dem Zweiliter wurde ein gewisser Sportsgeist eingehaucht.

Lediglich Kühlergrill und Stoßfänger wurden dezent verändert, ebenso die Nebelscheinwerfer. Hinten erhielten die Scheinwerfer dunkle Einfassungen. Insgesamt wirkt der Japaner jetzt glatter als sein Vorgänger. Innen sorgen neue Polster blau hinterleuchtete Instrumente oder eine 20-Gigbyte große Festplatte zu Speicherung zum Beispiel von MP3-Dateien für mehr Komfort. Dazu ist der 3 jetzt dank verbesserter Geräuschdämmung leiser unterwegs und die Motoren verbrauchen bei gleicher Leistung weniger. Beim getesteten Zweiliter kommt ein Sechsganggetriebe statt einer Fünfgangschaltung zum Einsatz. Das senkt den Spritverbrauch und senkt das Geräuschniveau zusätzlich.

Der Motor leistet unverändert 110 kW/150 PS, das maximale Drehmoment von 187 Nm liegt jetzt aber bereits bei 4000 Umdrehungen in der Minute an. Das bedeutet genug Kraft in allen Lebenslagen und erlaubt schaltfaules Fahren, bereits aus dem Drehzahlkeller dreht der 3er flott nach oben. Auf der Autobahn ist erst bei 202 km/h Schluss, der Spurt auf 100 km/h gelingt in 9,1 Sekunden.

Der Mazda3 teilt sich Plattform und Fahrwerkskomponenten mit dem Ford Focus. Das ist gut, denn er fährt wieselflink um die Ecken und bietet trotzdem ordentlichen Komfort. Die Feder-Dämpfer-Abstimmung wurde nun merkbar softer ausgelegt, der Mazda fährt jetzt eher wie ein Volkswagen denn ein Ford. Lastwechsel absolviert er souverän und mit stoischer Ruhe. ESP ist für alle Fälle an Bord, ebenso sechs Airbags.

Trotz seiner für dieses Segment fast schon Überlänge von 4,42 Metern – ein Golf misst 4,20 Meter – ist der Platz nicht üppig. Vorn sitzen die Passagiere sehr bequem, hinten ist die Kopffreiheit für “Durchschnittserwachsene” eingeschränkt. Reisetauglich ist der Kofferraum mit 346 Litern, der sich durch kinderleichtes Umlegen der Rücksitze erweitern lässt.

Die Kosten sind überschaubar: In der Ausstattung “Top” kostet der Fünftürer 23 184 Euro, der Testwagen kam inklusive DVD-Navigationssystem, 6-fach-CD-Wechsler und Keyless-Entry System auf 26 559 Euro. Dann fahren aber auch 17-Zoll-Räder, Xenon-Licht, vier elektrische Fensterheber, Klimaautomatik, Lenkradfernbedienung für das Audio-System oder ein Bordcomputer mit. Der Preis ist also absolut angemessen. So liegt die Stärke des Japaners darin, dass er keine wirklichen Schwächen hat. Ein stimmiges Gesamtpaket zum vernünftigen Preis, das sogar ein gewisses Maß an Sportlichkeit vermittelt. (ar/sb) (autodino/autoreporter)

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