Warten auf das W-Kennzeichen

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Einführung verzögert sich / Finanzminister befürchtet geringeres Steueraufkommen

Die Einführung des Wechselkennzeichens, auf das bis zu drei Autos zugelassen sein dürfen, wird wohl nicht wie geplant umgesetzt und sich auch verzögern. AUTO BILD liegen Informationen vor, wonach Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf die volle Kfz-Steuer für jedes einzelne Fahrzeug bestehen wird – auch für die mit W-Kennzeichen. Denn der Minister befürchtet,…

… dass mit dem Wechselkennzeichen, für das nur einmalig Versicherung und Kfz-Steuer fällig wären, das Steueraufkommen sinken könnte, berichtet AUTO BILD in der am Freitag erscheinenden Ausgabe (Heft 32, Erscheinungstermin 13. August 2010). Immerhin spült die Kfz-Steuer jährlich neun Milliarden Euro in den Bundeshaushalt.
Die Einschätzung des Finanzministeriums überrascht, weil selbst die Versicherungswirtschaft, anfangs größter Bremser des Projekts, Kooperationsbereitschaft signalisiert. Zudem würde laut einer Studie des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule Nürtingen (IFA) das W-Kennzeichen einen ökonomischen und ökologischen Impuls für den deutschen Automarkt bringen. Jährlich 80 000 bis 90 000 zusätzliche Autokäufe wären nach der Studie zu erwarten. Und diese bedeuten auch zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen und eine Belebung des Geschäfts mit Wartung und Reparaturen.
Das Wechselkennzeichen war ursprünglich beschlossene Sache, Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte die Einführung für Anfang 2011 angekündigt. Laut AUTO BILD wird sich wohl der Starttermin auf Mitte des kommenden Jahres verschieben. [autobild]

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