Rekord-E-Auto lekker mobil in Flammen aufgegangen

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lekker mobil
Ankunft des “lekker mobils” in Berlin im Oktober vergangenen Jahres. Foto: lekker mobil/Auto-Reporter.NET

Das im Oktober 2010 mit einer Weltrekordfahrt bekannt gewordene Elektroauto der Firma DBM Energy ist in Berlin in der Nacht vom 12. Dezember beim Brand einer historischen Lagerhalle in Berlin-Mariendorf komplett verbrannt. Das berichtet das Online-Wirtschaftsmagazin „Cleanthinking.de“…

Das Berliner Startup-Unternehmen DBM Energy hatte zusammen mit dem regionalen Energieversorger lekker Energie im Oktober vergangenen Jahres einen Weltrekord gefeiert: Angeblich ohne nachzuladen, soll der zum Elektroauto umfunktionierte Audi A2 in der Nacht zum 26. Oktober 2010 von München nach Berlin gefahren sein. Für die nötige Energie in dem „lekker mobil“ getauften Fahrzeug sorgte ein Kolibri-Akku von DBM Energy. Die genaue Qualität des Lithium-Polymer-Akkus sei unter Experten nach wie vor „höchst umstritten“, so das Magazin. Zum Zeitpunkt des Brandes habe sich der Kolbiri-Akku nicht im Fahrzeug befunden, sondern nur eine nicht brennbare Ersatz-Batterie. Was der Auslöser für den Brand gewesen sein könnte, ist bislang nicht bekannt. Nach Angaben von DBM Energy laufen Ermittlungen des Landeskriminalamtes.

Die Ankunft des „lekker mobils“ in Berlin war seinerzeit auch von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle als Durchbruch in der Batterietechnik gefeiert worden. Sein Ministerium hatte die vermeintliche Rekordfahrt mit 275.000 Euro gesponsert.

Beim ADAC verstärken sich die Zweifel, ob bei der Rekordfahrt „alles mit rechten Dingen zugegangen ist“. Man habe schon frühzeitig auf ungeklärte Fragen rund um das E-Auto der Firma DBM Energy hingewiesen, so der Klub zu den bekannt gewordenen Ereignissen. Moniert wird, dass es kaum weiterführende Informationen zur Akku-Technik des Autos gegeben habe. Ein zur damaligen Rekordfahrt bestellter Notar habe kurz vor der Fahrt seine Teilnahme abgesagt. Zudem sei das Auto während der damaligen Rekordfahrt mehrfach aus dem Sichtfeld von Journalisten, die die Tour beobachteten, verschwunden. Der Firma DBM Energy war vom ADAC ein Reichweiten-Check in seinem Testzentrum angeboten worden, den das Berliner Unternehmen abgelehnt hat. (Auto-Reporter.NET/sr)

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