Diesel-Fahrern drohen höhere Steuern

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Höhere Steuern für die Oilburner

Die EU plant eine Änderung der Energiesteuerrichtlinie. Und, was hab ich davon, sagt da manch einer.
Gar nix, eher weniger! Jedenfalls die Dieselfahrer. Die sollen bald (noch) mehr blechen…

Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, kommt es in den Ländern der EU ab 2013 zu einer grundlegenden Strukturveränderung bei der Mineralölbesteuerung. So soll sich die Besteuerung künftig am Energiegehalt des Kraftstoffs und an den CO2-Emissionen orientieren.

Laut EU-Kommission werde das sogenannte Äquivalenzprinzip angewendet, bei dem die Steuersätze auch oberhalb der Mindestsätze generell angeglichen werden. Der Steuersatz für Dieselkraftstoff läge dann generell über dem von Benzin.

Angeführt wird die besondere Effizienz der Dieselmotoren im Vergleich zum Ottomotor. Ihr Verbrauch sei um rund 25 Prozent geringer. Entsprechend niedriger die CO2-Wert. Ein Diesel-Pkw stößt heute durchschnittlich 20 g/km CO2 weniger aus als ein vergleichbarer Benzin-Pkw. Höhere Steuern machen den Diesel an der Zapfsäule teurer, sein Anteil in der europäischen Fahrzeugflotte würde zurückgehen. Die Folge wäre ein Anstieg der CO2-Emissionen.

Aber nicht nur der Diesel würde unter der geplanten Energiesteuerrichtlinie leiden. Auch Erdgas und Flüssiggas als Kraftstoffe im Transportgewerbe droht Ungemach. Gerade Erdgas mit sehr niedrigen Emissionen an Schadstoffen und CO2 bzw. Geräuschemissionen ist jedoch eine Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen.

Die Nachfrage nach Modellen mit Diesel- und Gasantrieb würde bei Umsetzung der Richtlinie deutlich zurückgehen. Für Frankreich rechnet CCFA mit einem Einbruch des Diesel-Marktanteils bei Neuzulassungen von 20 Prozentpunkten. Bei Beibehaltung des Steuersystems läge er 2020 bei rund 50 Prozent. Würde die überarbeitete Energiesteuerrichtlinie umgesetzt, verringerte er sich auf 30 Prozent. Bei entsprechender Zunahme von Benzinfahrzeugen rechnet man mit einer Zunahme des CO2-Ausstoßes um durchschnittlich 4 g/km.

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