Flensburger Punkte werden neu gezählt

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Reform der Punktekartei kommt Ende 2013 / Jeder Verstoß verjährt einzeln

Verkehrsminister Ramsauer war es wohl mal wieder langweilig. Nach dem Debakel mit den Wechselkennzeichen ohne erkennbare Vorteile für den Fahrzeughalter, wird nun die Flensburger Punktekartei reformiert. Wie AUTO BILD in der am Freitag erscheinenden Ausgabe (Heft 6) berichtet, ahndet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Verkehrsverstöße nach einem neuen Punkteschlüssel. Das Wichtigste: Der Führerschein ist schon bei acht Zählern weg – und nicht wie bisher nach 18. Die neuen Regeln
treten Ende 2013 in Kraft.

Grundsätzlich gibt es weniger Punkte für Verkehrsdelikte. Die neue Punktezählung ordnet Verkehrsdelikte künftig nicht mehr in sieben sondern nur noch in zwei Kategorien ein. Grobe Verstöße werden statt mit ein bis drei alten Punkten dann mit einem Punkt angemahnt. Schwerwiegende Delikte ziehen zwei Punkte nach sich – und nicht mehr drei bis sieben. Sind auf dem Punktekonto vier Punkte aufgelaufen, gibt es eine Ermahnung, nach sechs Punkten folgt die Verwarnung und nach acht Punkten wird der Führerschein eingezogen. Jede Zuwiderhandlung verjährt einzeln und wird bei neuem Verschulden nicht verlängert.

Auch der Bußgeldkatalog wird verschärft und konzentriert sich auf gefährliches Fehlverhalten. So könnte sich das Telefonieren während der Autofahrt verteuern. Für eine fehlende Umweltplakette in Umweltzonen soll es aber künftig keine Punkte mehr geben. (autobild/we)

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