Vorstellung Honda Civic Type S und Type R

Honda Civic Type S. Foto: autodino/auto-reporter/honda

Vorstellung Honda Civic Type S und Type R: Alltagsrenner

Zurückhaltung ist ihre Sache nicht. Mit ihren ausgeprägten Rundungen und Wölbungen, unterstrichen von scharfen Kanten drängen sich die beiden Dreitürer Honda Civic Type S und Type R dem Auge auf. Das Design spricht eine klare Sprache: Hier komm’ ich, und ich leiste mir etwas Besonderes mit viel Kraft und ganz besonderem Charakter.

Honda Civic Type S. Foto: autodino/auto-reporter/honda

Honda mit einem 1,8-Liter-Vierzylinder Benziner von 103 k W / 140 PS. Die Diesel-Alternative in diesem Typ bietet dieselbe Leistung, allerdings mit dem höheren maximalen Drehmoment von 340 Newtonmeter (Nm) anstelle des Benziner-Werts von 174 Nm. Das reicht für beide für eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h. Der Diesel beschleunigt mit 8,6 Sekunden sogar 0,3 Sekunden schneller von 0 auf 100 km/h.

Der R-Type legt noch eins drauf mit 148 kW / 201 PS und einem maximalen Drehmoment von 193 Nm., was ihn in 6,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringt und eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h ermöglicht. Die Werte für den durchschnittlichen Verbrauch liegen beim kleinen Benziner um die 6,5 Liter pro 100 km (etwa über 150 Gramm CO2 pro km), beim großen Benziner 9,1 Liter (215 g CO2/km) und beim Diesel 5,2 Liter (138 g/km). – also durchaus in einem vernünftigeren Rahmen als das Design vermuten lässt.

Auch sonst lässt sich viel über Vernünftiges berichten. Dieser Civic ist nur 4,27 Meter lang und wiegt rund 1300 Kilogramm. Der Stauraum lässt sich mit dem Umklappen der Rücksitze auf mehr als 1300 Meter erweitern, so dass sogar sperrige Ladungen untergebracht werden können. Und fast 500 Kilogramm Zuladung stehen auch zur Verfügung.

Durch die großen Türen und die Easy-Entry-Funktion der Vordersitze lassen sich auch die hinteren Sitze recht bequem erreichen. Aber ihre eigentliche Erfüllung finden beide als Zweisitzer, denn vorn wird einem die ganze Pracht modernen Designs vor Augen gehalten.

Durch die flache Windschutzscheibe entsteht ein sehr langer Vorbau für den Armaturenträger. Nicht viele Hersteller haben diese Chance ähnlich geschickt genutzt wie Honda beim Type S oder Type R. Deren Fahrer haben alles im Blick, was sie an Anzeigen benötigen. Durch den dicken Kranz des Lederlenkrads bleibt der Blick frei auf die wichtigsten Rundinstrumente und Display, und zwischen Windschutzscheibe und Lenkrad liegt eine zusätzliche Geschwindigkeitsanzeige gut im Blickfeld. Auch eine über Head-up-Display in die Frontscheibe projizierte Anzeige wäre nicht besser erkennbar. Das Display der Navigation liegt auf demselben Höhenniveau, verlangt also vom Fahrer ebenfalls keine Verrenkungen.

Der Innenraum nimmt besonders bei der Armaturentafel dieselbe Formensprache von Rundungen und Kurven auf wie das Außendesign. So bleibt allen Insassen bewusst, dass sie ein besonderes Stück Design bewegen. Schon der Innenraum der Type S-Variante spricht darüber hinaus mit sportlichem Akzent zu den Insassen. Bei, Type R gehts noch einmal deutlich sportlicher zu, was man gleich beim ersten Hineinsetzen an den stark konturierten Sportsitzen bemerkt.

Beim Fahren verstärkt sich dieser Eindruck. Ist schon der Type S nicht gerade auf Komfort ausgelegt und spurtet kraftvoll und sicher auch um enge Kurven, zeigt sich beim Type R das Bestreben deutlich, echte Sportwageneigenschaften anzubieten. Das Fahrwerk ist noch härter und verzichtet auch nicht auf das Stuckern, wie man es von Superharten kennt. Sein Motor reagiert noch spontaner aufs Gaspedal und gibt seinem Fahrer jederzeit das Gefühl, jeden Ampelstart gewinnen zu können.

Der Type R erweist sich als Alltagsrenner – schnell, herausfordernd und trotzdem nützlich. Der Type S stellt den Übergang vom Alltagsrenner zur normalen Limousine dar. So kann man sich den Alltag am Steuer auch versüßen, ohne das ganz große Geld auszugeben.

Für den das Top-Modell Type R mit 148 kW/201 PS müssen mindestens 26 900 Euro investiert werden, der Type S kostet mit einem 1,8-Liter-Benziner (103 kW/140 PS) mindestens 20 900 Euro. (autodino/autoreporter) (ar/Sm)Von Peter Schwerdtmann

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