Vorstellung Jaguar XKR-S und Maserati Gran Turismo S

Jaguar XKR-S. Foto: Auto-Reporter/Jaguar

Vorstellung Jaguar XKR-S und Maserati Gran Turismo S

Zwei Sportwagen der Luxusklasse starten jetzt auf den deutschen Markt: Der Jaguar XKR-S (V8-Kompressor mit 416 PS) und der Maserati Gran Tursimo S (V8 mit 440 PS). Zwei Sportwagen, die im direkten Vergleich zwei unterschiedliche Charakterzüge zeigen: Der Brite ist eher der komfortablere Gran Turismo, und der Italiener glänzt mit konsequenter Sportlichkeit. Im Gegensatz zum Maserati wird der Jaguar nur in einer auf 200 Autos limitierten Sonderserie gebaut. Jedoch werden immerhin 100 Jaguar XKR-S nach Deutschland geliefert. Hintergrund: Deutschland-Chef Jeffrey L. Scott ist der Initiator dieses neuen Jaguar-Sportwagens…

Basis des 116 900 Euro teuren Jaguar XKR-S ist der XKR. Beide haben den 4,2-Liter V8-Kompressor mit 416 PS unter der langen Motorhaube. Sind dennoch die rund 20 000 Euro Mehrpreis gegenüber dem XKR lohnend? Wir meinen: Ja. Wenn man schon mit dem Kauf eine XKR liebäugelt, dann sollte man – wenn noch lieferbar – gleich zum XKR-S greifen. Im Gegensatz zum zahmeren XKR ist der „S“ wesentlich schärfer abgestimmt und vermittelt eine zusätzliche Prise an Sportlichkeit. Dabei nervt dieser Jaguar nicht mit übertriebener Härte, und so werden längere Autobahnetappen nicht zur körperlichen Tortur. Hierzu tragen auch die angenehme Sitzposition, das griffige Lenkrad und die tadellosen Sitze bei. Zweifelsfrei, in diesem Sportwagen kann man zügig und stressfrei reisen.

Maserati Gran Turismo S. Foto: Auto-Reporter/Maserati

Das modifizierte CATS-Fahrwerk (Computer Active Technology Suspension) wurde zehn Millimeter tiefergelegt und straffer abgestimmt als im zahmeren Bruder XKR. Angenehm ist, dass die Sechsstufen-Automatik samt Schaltwippen am Lenkrad mit dem bulligen V8-Kompressor gut harmoniert. Für eine sichere Verzögerung sorgt die Alcon R-Hochleistungs-Bremsanlage mit rot lackierten Sechskolben-Monoblock-Bremssätteln. Schließlich ist der XKR-S mit einer Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h etwas schneller unterwegs als der XKR mit 250 km/h.

Im Innenraum verwöhnen eine Volllederausstattung mit farblich abgestimmten Kontrastnähten und hochwertige Paneelen im Armaturenbrett das Auge des Fahrers. Die XKR-S wird ausschließlich in Schwarz ausgeliefert, die Karosserie unterscheidet sich zum XKR durch Schwellerverbreiterungen, Frontsplitter, Heckspoiler, -stoßfänger und -diffusor. Die 20-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Reifen der Dimension 255/35er vorne und 295/30er hinten sind exklusiv dem S vorbehalten. Die Performance des XKR-S überzeugt, der Kunde bekommt mit diesem Jaguar einen sehr exklusiven Sportwagen.

Exklusivität gibt es auch bei Maserati mit dem neuen Gran Turismo S. Hier steht das „S“ für eine konsequente Ausrichtung auf die sportlich orientierte Kundschaft, denen der normale Gran Turismo eben noch zu komfortabel ist. In der S-Version arbeitet der neue 440 PS starke 4,7-Liter V8, der nicht nur 0,5 Liter mehr Hubraum hat, sondern auch 40 zusätzliche Pferdestärken leistet – und insgesamt durch eine sportlichere Abstimmung überzeugt. Neben dem drehfreudigen Achtzylinder erfreut das elektronisch gesteuerte Sechs-Gang-Getriebe samt schneller MC-Shift-Schaltung den Fahrer. Daneben unterstreichen die Sportauspuffanlage und die Bremsen mit Dual-Cast-Technologie – ein Verbund aus Aluminium und Gusseisen – die hochwertige technische Performance des Gran Turismo S. In der Praxis überrascht der 4,88 Meter lange und knapp zwei Tonnen schwere Sportwagen mit einer Fahrdynamik, die man zunächst nicht vermuten mag. Hier tragt auch die ausgewogene Gewichtsverteilung von 47 Prozent auf der Vorderachse und 53 Prozent auf der Hinterachse zum agilen Fahrverhalten bei.

Der Fahrer nimmt auf spärlich gepolsterten Sportschalensitze Platz, hält ein sehr griffiges Lenkrad in den Händen und bedient das elektronisch gesteuerte Getriebe direkt über Schaltpaddels. Untermalt wird das äußergewöhnliche Fahrerlebnis durch den sonoren Sound des Achtzylinders. Ein Novum im Gran Turismo S ist die Sport-Taste im Armaturenbrett, die – wenn aktiviert – alles noch etwa giftiger und sportlicher vermittelt. Hier kann der Fahrer die Schaltgeschwindigkeit, die Einstellung der Stoßdämpfer und die Leistung beeinflussen. Insgesamt stehen sechs Programme zur Verfügung. Der neue Maserati Gran Turismo S kostet 127 330 Euro und ist optisch an den speziellen 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, den Seitenschweller und der Spoilerlippe am Heck sowie den größeren ovalen Auspuffendrohren zu erkennen. Die 15 000 Euro Mehrpreis gegenüber dem normalen Gran Turismo sind gut angelegt, vorausgesetzt man liebt konsequente Sportlichkeit. (ar/pha)

Daten: Jaguar XKR-S Maserati Gran Turismo S
Außenmaße: 4,79 m x 1,89 m x 1,31 m 4,88 m x 1,92 m x 2,06 m (m. Aussenspiegeln)
Motor (Bauart, Hubraum): V8-Kompressor, 4196 ccm V8, 4691 ccm
Max. Leistung: 306 kW / 416 PS bei 6250 U/min 294 kW / 440 PS bei 7000 U/min
Max. Drehmoment 560 Nm bei 4500 U/min 490 Nm bei 4750 U/min
Verbrauch NEFZ im Mittel: 12,3 Liter 16,6 Liter
CO2-Emission: 294 g/km 387 g/km
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 5,2 Sekunden 4,9 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h (abgeregelt) 295 km/h
Leergewicht/Zuladung: 1665 kg/415 kg 1955 kg/295 kg
Kofferraumvolumen: 300 Liter 260 Liter
Preis: 116 900 Euro 127 330 Euro

Von Peter Hartmann
(auto-reporter.net)

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