DRM, 4. Lauf bei der ADAC-Rallye Baden-Württemberg

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Wallenwein DRM 2011
foto: autodino/DRM-Mediaservice Pro Motion

DRM-Premiere auf der Schwäbischen Alb

Die vierte Runde der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) führt Deutschlands Top-Rallyesportler 2011 erstmals auf die schwäbische Alb: Die ADAC-Rallye Baden-Württemberg (21. bis 23. Juli 2011) ist neu im DRMKalender.
Zwischen dem Start am Freitagnachmittag inmitten des Stadtfestes von Geislingen an der Steige und dem Ziel am frühen Samstagabend in Dornstadt bei Ulm müssen die Teams 14 Wertungsprüfungen mit einer
Gesamtlänge von 133,06 Kilometern absolvieren. Die Tabellenführer haben
dabei ein Heimspiel: Für Sandro Wallenwein (Stuttgart) und Co-Pilot Marcus Poschner (Lautrach) liegt die Alb quasi vor der Haustüre…

Gassner DRM 2011
foto: autodino/DRM-Mediaservice Pro Motion

Das macht dem Subaru-Gespann den Kampf um den Sieg aber nicht leichter. Nicht nur der dreifache Deutsche Rallye-Meister und aktuell Zweitplatzierte Hermann Gaßner (Surheim / Mitsubishi Lancer) möchte Wallenwein schlagen. Lokalmatador Uwe Nittel (Adelmannsfelden) im Mercedes-Benz kämpft ebenso um das Podium wie Porsche-Werkspilot Timo Bernhard (Dittweiler) im 911 GT3. Unter www.rallye-baden-wuerttemberg.de gibt es alle wichtigen Informationen rund um den vierten DRM-Lauf.

Die DRM geht langsam in ihre entscheidende Phase. Bislang haben Sandro
Wallenwein / Marcus Poschner im Subaru Impreza die Nase vorn. Der Stuttgarter freut sich auf sein Heimspiel: „Es ist toll, nach so vielen Jahren mal wieder einen DRM-Lauf in Baden-Württemberg zu haben, so kann man Freunden und Bekannten unseren Sport quasi direkt vor der Haustür näher bringen.“ Einen sportlichen Vorteil sieht er darin jedoch nicht: „Die Chancen sind schwer einzuschätzen, denn es stehen nur neue Strecken auf dem Programm, vermutlich sind die sehr schnell. Das macht es für uns natürlich speziell gegen die Porsche sehr schwer.“
Die Rallye ist gleichzeitig auch die Premiere für seinen neu aufgebauten Subaru Impreza. „Im Prinzip ist er genau gleich wie der Vorgänger, aber irgendwie ist jedes Auto dann doch etwas anders – aber das werden wir erst im Wettbewerb sehen. Zudem tut die Pause seit dem vergangenen Lauf uns nicht gut. Vor allem Hermann (Gaßner) war im Gegensatz zu uns permanent im Rallyeauto unterwegs.“

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Zumal es für den Bayern Hermann Gaßner und seine Co-Pilotin Karin
Thannhäuser auf der Alb gleich zweimal um wichtige Punkte geht. Im Mitropa-Rallye-Cup haben sie im Mitsubishi Lancer die Führung inne und die soll verteidigt oder ausgebaut werden, in der DRM soll es endlich an die Spitze gehen:
„Diese Doppelbelastung ist kein Problem, das hatten wir schon öfters“, erklärt der dreifache Deutsche Rallye-Meister. „Wir müssen unbedingt gewinnen, um Sandro noch abfangen zu können. Aber der Versuch, vor Sandro ins Ziel zu kommen, hat diese Saison noch nicht so richtig geklappt.“

24h-Sieger Timo Bernhard im 911er am Start
Der Kampf um das Treppchen und letztlich den Sieg auf der Alp dreht sich jedoch nicht nur um die beiden Meisterschafts-Kontrahenten. Porsche-Werkspilot Timo Bernhard konnte in seiner DRM-Premieren-Saison im privat eingesetzten Porsche 911 GT3 bislang mit beachtlichen Zeiten überzeugen. Er konnte gerade zum fünften Mal das 24h-Rennen auf dem Nürburgring gewinnen und steigt nun vom Rundstrecken-911er wieder in die Rallyeversion: „Von der Rundstrecke auf die Rallye – das ist schon eine Umstellung. Aber es fällt mir nicht schwer, denn den 911er kenne ich, seit ich bei Porsche bin. Es ist mehr das Umgewöhnen auf den Rallyesport mit all seinen Besonderheiten. Gerade beim Aufschrieb zählt für mich jede Rallye, jeder Kilometer. Da lerne ich immer mehr dazu. Das gefällt mir.“

Diesmal ist der Saarländer mit Klaus Wicha auf dem heißen Sitz des Co-Piloten unterwegs. „Das primäre Ziel ist, sauber durchzukommen, dann sind wir automatisch gut dabei. Bis auf die Drei-Städte-Rallye im Oktober sind alle Rallyes für mich neu in diesem Jahr, das macht es nicht einfacher. Zum Siegen gehören so viele Faktoren dazu, aber die Message ist: Wir sind konkurrenzfähig, mit uns ist zu rechnen.“ Es gibt noch viele weitere Kandidaten auf die Podiumsplätze, einer davon ist sicherlich der Schwabe Uwe Nittel im Fricker-Mercedes-Benz 190E. Im Moment sind die fahrbaren Untersätze des Vollblut-Motorsportlers in der Regel etwas schwerer: Nittel startet in der Truck-Europameisterschaft im rund 5,5
Tonnen schweren MAN-Truck mit rund 1.200 PS. „Wir möchten für uns und für die Fans viel Spaß haben, dazu gehören auch ordentliche Drifts“, grinst er.

„Damit wir in unserem Rallye-Oldie ernsthaft um die Spitze mitkämpfen können, sollte es nicht regnen und möglichst wenig Schotter-Passagen geben.“

Spannungsgeladenes Geschehen in allen DRM-Divisionen
Nach einem etwas verpatzten Saisonstart sind Carsten Mohne / Katrin Becker (Crottendorf / Schlitz) nun bei ihrer Aufholjagd. Im Renault Mégane RS visieren sie ihren zweiten Divisionssieg und damit einen Sprung nach vorne in der Meisterschaftstabelle an. Auf dem dritten Platz der DRM-Tabelle liegt fast schon sensationell der 20-Jährige Sepp Wiegand aus dem sächsischen Zwönitz. Im Suzuki Swift sammelt er seine Punkte in der kleinsten DRM-Division. Der Youngster ist zudem Führender im ADAC-Rallye-Masters und im ADAC-Rallye Junior-Cup. Zur Vorbereitung auf die weiteren Läufe startete er bei einem Lauf zur französischen Meisterschaft. Auf den anspruchsvollen Wertungsprüfungen konnte er sich deutlich steigern und fuhr zum Schluss an der Spitze mit. „Für alle
Teilnehmer sind die Prüfungen in Baden-Württemberg völlig neu, das bietet optimale Vergleichsmöglichkeiten in unserer Division, wir werden voll auf Angriff fahren“, verspricht Wiegand.

Nachdem Seriensieger Lars Mysliwietz (Piesbach, Citroën C2R2) beim vergangenen DRM-Lauf patzte, übernahm der 25-jährige Raffael Sulzinger (Tittling, Ford Fiesta R2) die Führung in der heiß umkämpften Division 4. „Auch wenn sich die Schäden durch die Ausrutscher bei der Wikingerund
bei der Pfalz-Westrich-Rallye in unserem Budget-Topf deutlich bemerkbar
gemacht haben, würde ich hier gerne zum ersten Divisionssieg fahren“, erklärt der Bayer. In der Diesel-Division 6 der DRM geben die Teilnehmer des HJSDiesel-Masters den Ton an. An der Divisionsspitze liegen die Bayern Alois Scheidhammer / Willi Trautmannsberger in ihrem Opel Astra GTC. Doch nicht nur die hessischen Seriensieger und Markenkollegen Björn Mohr / Oliver Becker wollen die Tabellenspitze bei den Selbstzündern zurückerobern. „Auch wenn es so aussah: Die Saison verlief bislang alles andere als leicht. Die Konkurrenz ist sehr stark. Und im beim Rallyesport kann alles passieren“, erklärt Björn Mohr, der die interne HJS-Diesel-Masters-Wertung deutlich anführt.

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