Opel Mokka-e im Test

Driven: Opel Mokka-e im Test

Was beim Opel Mokka-e im Test auffällt: der neue Mokka-e trägt eine Front, die an „alte Zeiten“ und an ein legendäres Modell erinnert. Bei der Gestaltung der Frontpartie „haben wir uns von der ersten Manta-Generation inspirieren lassen“, erklärt Opel-Designer Stefan Arndt bei der Vorstellung des Mokka.

Aus dem Versprechen „Opel wird elektrisch“, ist in den vergangenen Monat die Statusmeldung „Opel ist elektrisch“ geworden. Inzwischen umfasst die Modellpalette fünf elektrifizierte Personenwagen, und bis zum Jahresende wird noch die nächste Astra-Generation mit einer elektrifizierten Variante folgen. Außerdem werden demnächst auch alle leichten Nutzfahrzeuge elektrifiziert sein.

Opel Mokka-e im Test
Opel Mokka-e im Test

Der Opel Mokka-e in unserem Autotest unterscheidet sich nur minimal von den Verbrenner-Varianten. Als Basis dient die CMP-Plattform des PSA-Konzerns, der seit einigen Wochen als Stellantis durch das automobile Universum fährt.

Dank dieser Basis lässt sich die Modellreihe mit allen Antriebstechnologien auf einem Band produzieren.

Der neue elektrische Mokka in unserem Autotest hat gegenüber seinem Vorgänger 12,5 Zentimeter verloren und misst nun 4,15 Meter in der Länge, was sich allerdings nicht auf die Innenmaße auswirkt. Dank der flacheren Dachlinie (minus 12,4 Zentimeter) wirkt die Silhouette dynamisch und nicht so hochbeinig wie viele SUV-Modelle im Segment.

Trotz der abgespeckten Maße hat der Kofferraum nichts an Fassungsvermögen verloren. Der gute Luftwiderstandsbeiwert von 0,32 zeigt, dass sich die Feinarbeit der Kreativen in Rüsselsheim gelohnt hat.

Opel Mokka-e im Test – der Innenraum

Opel spricht von Pure Panel (die Konzernsprache ist Englisch geblieben) und meint damit eine sauber gestaltete Kommandozentrale mit zwei auf das Wesentliche ausgelegte Displays, die übersichtlich gestaltet sind und sich dem Benutzer intuitiv erschließen.

Opel Mokka-e im Test Innenraum
Opel Mokka-e im Test Innenraum

Dank einer „digitalen Entschlackungstour“ entfallen die bei vielen anderen Modellen nervenden und vom Verkehrsgeschehen ablenkenden Expeditionen durch diverse Unter- und Nebenmenüs. Die wichtigsten Funktionen lassen sich über Tasten bedienen. Was nichts daran ändert, dass der Mokka vollständig konnektiv ausgerüstet ist.

Als Antrieb wählten die Opel-Entwickler einen 100 kW (136 PS) starken Elektromotor, der dank der 50 kWh starken Batterie eine Reichweite von 324 Kilometern (nach WLTP) haben soll. Bei einer ersten Fahrt meldete die Ladezustandsinformation 91 Prozent Ladung und 306 Kilometer Reichweite.

Dank des vom Start an aktiven maximalen Drehmoments (260 Newtonmeter) fädelt sich unser Opel Mokka-e im Test zügig in den Verkehr ein und zeigt sich dabei von seiner unaufgeregten Seite. Auf dem Weg in die Mainzer Innenstadt ist der Mokka-e zunächst im Fahrmodus „Normal“ unterwegs, was sich in 80 kW (109 PS) übersetzt.

Klingt nach Verzicht, ist es aber nicht, denn auch so ist der Mokka-e gut unterwegs. Und wenn es einmal schneller sein darf, mobilisiert die Einstellung „Sport“ die restlichen Kilowatt, was allerdings deutlich auf Kosten der Reichweite geht, wenn die Einstellung über längere Strecken gedrückt bleibt.

In der Stadt schließlich kommt „Eco“ mit 60 kW (82 PS) zum Einsatz, um die Reichweite zu vergrößern. Dieses Wechselspiel der Temperamente bringt Reichweite, so dass die versprochenen 324 Kilometer auch erreicht werden können. Als Verbrauch verspricht Opel 17,4 bis 18,0 kWh.

Nach einer ersten kurzen Runde rund um Rüsselsheim meldete der Bordcomputer knapp 20 kWh. Geladen werden kann der Mokka mit bis zu 100 kW. Dann ist die Batterie nach 30 Minuten zu 80 Prozent gefüllt. Bei elf kW vergehen rund fünf Stunden und 15 Minuten bis der Akku wieder bei Kräften ist.

Opel Mokka-e im Test Innenraum
Opel Mokka-e im Test Innenraum

Dank des harmonisch abgestimmten Fahrwerks rollt unser Opel Mokka-e im Test lässig selbst über die schlechten deutschen Straßen und verschont seine Insassen vor allzu deutlichen Erschütterungen.

Im Innenraum herrscht eine angenehm ruhige Atmosphäre, die gut zu dem unaufgeregten Fahrverhalten passt. Den Mokka-e bringt so schnell nichts aus der Ruhe und verschont den Fahrer vor unangenehmen Überraschungen.

Zur Sicherheit tragen zudem Assistenzsysteme wie Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung und automatischer City-Gefahrenbremsung sowie Spurhalteassistent, Verkehrsschild- und Müdigkeitserkennung plus Tempomat bei.

Gegen Aufpreis ist zudem das Matrixlicht lieferbar, das sich automatisch auf die Verkehrssituation einstellt.

Die Preisliste des Opel Mokka-e beginnt bei 34.110 Euro und reicht bis 41.220 Euro für die Topversion Ultimate. Die Preise verringern sich um die Elektroförderung in Höhe von 9570 Euro. (we/ampnet/ww)(Fotos: Auto-Medienportal.Net/Opel)

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Daten Opel Mokka-e im Test

Länge x Breite x Höhe (m): 4,15 x 1,98 x 1,53
Radstand (m): 2,56
Motor: Elektro
Leistung: 100 kW/136 PS
Max. Drehmoment: 260 Nm
Batterie: Hochvolt-Lithiumionenbatterie 50 kWh
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 9,0 Sek.
Elektr. Reichweite: 324 km
WLTP-Durchschnittsverbrauch: 17,4–18,0 kWh
CO2-Emissionen: 0
Leergewicht / Zuladung: min. 1598 kg / max. 417 kg
Kofferraumvolumen: 310–1060 Liter
Wendekreis: 11,08 m
Luftwiderstandsbeiwert: 0,32
Basispreis: 34.110 Euro