MB C 350 CGI: Mit Benzin-Direkteinspritzung

Anzeige

MB C 350 CGI: Mit Benzin-Direkteinspritzung zehn Prozent sparsamer

Auf dem Automobilsalon in Genf (4. bis 16. März 2008) präsentiert Mercedes-Benz den neuen C 350 CGI Blue Efficiency, der bei höherer Leistung und besserem Drehmoment rund zehn Prozent weniger Kraftstoff verbraucht als die Limousine des C 350 mit dem aktuellen V6-Motor. Damit wird der C 350 CGI eine in dieser Fahrzeugklasse bisher nicht gebotene Kombination aus Kraftentfaltung, Agilität, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltvetrtäglichkeit bieten.

Der CGI-Motor leistet 215 kW / 292 PS und stellt bei 3000 Umdrehungen pro Minute ein maximales Drehmoment von 365 Newtonmetern (Nm) zur Verfügung. Das sind 15 kW / 20 PS und 15 Nm mehr als bei dem aktuellen V6-Triebwerk mit Kanaleinspritzung. Dank hochmoderner Motortechnologie sinkt der Kraftstoffverbrauch des C 350 CGI Blue Efficiency im europäischen Fahrzyklus auf rund 8,4 Liter Superbenzin (ROZ 95) je 100 Kilometer und liegt mehr als einen Liter unter dem Wert des heutigen C 350.

Die strahlgeführte Benzin-Direkteinspritzung, die Mercedes-Benz 2006 als erste Automobilmarke in Serie brachte, ist dem wandgeführten Brennverfahren mit Direkteinspritzung deutlich überlegen. Die Mercedes-Technik ermöglicht mit einem höheren thermodynamischen Wirkungsgrad eine bessere Kraftstoffausnutzung und somit neben vermindertem Kraftstoffverbrauch auch geringere Abgas-Emissionen.

Den entscheidenden Vorteil bietet der Sechszylinder im sogenannten Schichtmodus, wenn das Triebwerk mit hohem Luftüberschuss und damit sehr verbrauchsgünstig arbeitet. Dieser vorteilhafte „Magerbetrieb“ ist bei dem Mercedes-Direkteinspritzer erstmals auch in höheren Drehzahl- und Lastbereichen möglich, weil die Brennräume des Motors bei jedem Arbeitstakt in Sekundenbruchteilen mehrmals hintereinander mit Kraftstoff versorgt und auf diese Weise Gemischbildung, Verbrennung und Verbrauch deutlich verbessert werden

Schnelle und hochpräzise Piezo-Injektoren zählen zu den wichtigsten Bauteilen der Benzin-Direkteinspritzung der zweiten Generation. Auf ihrer Erfindung basieren nahezu alle Fortschritte des strahlgeführten Brennverfahrens. Die Piezo-Ventile öffnen ihre Düsenspitzen nach außen und bilden dabei einen nur wenige Mikrometer großen Ringspalt, der den Kraftstoffstrahl formt und für seine gleichmäßige, hohlkegelförmige Ausbreitung sorgt.

Anzeige

Dank millisekundenschneller Schaltzeiten ermöglichen die Piezo-Injektoren auch die für den Magerbetrieb vorteilhafte Mehrfach-Einspritzung und schaffen dadurch eine wichtige Voraussetzung für die vorbildlichen Verbrauchswerte des Motors. Eine Hochdruckpumpe mit nachgeordnetem Verteiler und Druckventil übernimmt die Kraftstoffversorgung und die bedarfsgerechte Mengenregelung. Mit bis zu 200 bar übertrifft das System den Kraftstoffdruck einer herkömmlichen Kanaleinspritzung um rund das 50-fache.

Das von Mercedes-Ingenieuren entwickelte Brennverfahren mit mehreren kurz aufeinander folgenden Einspritzungen pro Arbeitstakt dient auch der Laufruhe und dem Abgasverhalten des V6-Motors. Messungen zeigen, dass sich die Roh-Emissionen (Kohlenwasserstoffe) in der Warmlaufphase um mehr als die Hälfte verringern. Zudem lassen sich durch die gezielte Einspritz- und Verbrennungssteuerung höhere Temperaturen im Abgaskrümmer erzielen, die ein schnelleres Aufheizen der Katalysatoren gewährleisten. (ar/Sm)(autoreporter)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.